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Herzsterblichkeit leicht gesunken – Klinikaufnahmen nehmen zu: Herzbericht 2025 empfiehlt mehr Prävention

Die Zahl der Todesfälle infolge von Herzkrankheiten in Deutschland ist 2023 laut dem aktuellen Deutschen Herzbericht leicht zurückgegangen: 211.152 Menschen starben an Herzleiden, 5.800 weniger als im Vorjahr. Besonders deutlich war der Rückgang bei der Koronaren Herzkrankheit (KHK) – entscheidend für Herzinfarkte –, mit 119.795 Sterbefällen (2022: 125.984), entsprechend 125,3 Gestorbenen pro 100.000 Einwohner (Vorjahr: 133,3). Auch die Sterberaten bei Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen gingen leicht zurück, während Herzklappenerkrankungen einen Anstieg um 2,6 Prozent verzeichneten.[5][6][7][9]

Trotz eines positiven Trends bleibt die KHK-Sterblichkeit im europäischen Vergleich hoch; andere Nationen wie Frankreich oder Dänemark stehen deutlich besser da. Zudem stieg mit der älter werdenden Bevölkerung die Zahl der stationären Krankenhausaufnahmen erneut an: Im Jahr 2023 gab es bundesweit 1.635.903 Klinikaufenthalte aufgrund von Herzkrankheiten (2022: 1.574.352). Die Deutsche Herzstiftung fordert daher, die Identifikation und Behandlung von Risikopatienten weiter zu verbessern und Präventionsprogramme massiv auszubauen, um vermeidbare Klinikeinweisungen zu reduzieren.[7][9][5]

Auffällig bleiben weiterhin große regionale Unterschiede der Sterblichkeit – so variiert die Infarkt-Sterblichkeit zwischen den Bundesländern teils um das Doppelte. Während Berlin mit 71,2 Herzinfarkt-Toten pro 100.000 Einwohner eine der höchsten Raten aufweist, liegen Hamburg und Bayern deutlich geringer. Als Ursachen werden u.a. soziale Faktoren, Versorgungsdichte sowie der Lebensstil diskutiert.[5][7]

„Nur eine konsequente Früherkennung und gezielte Prävention kann den positiven Trend verstärken und die Versorgung kostenstabil halten“, betont Prof. Heribert Schunkert, stellvertretender Vorstand der Deutschen Herzstiftung, bei der Vorstellung des Berichts. Neue Bildgebungsverfahren wie die Koronar-CT helfen laut Bericht, Risiken früher zu erfassen – künftig müsse noch entschiedener in Aufklärung, Forschung und Präventionsmaßnahmen investiert werden.[6][7][5]

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