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Herzinsuffizienz: Verborgene Fähigkeit zur Selbstheilung

Nach einer schweren Herzinsuffizienz ist die Fähigkeit des Herzens, durch die Bildung neuer Zellen zu heilen, sehr gering. Nach einer Behandlung mit einer unterstützenden Herzpumpe wird die Fähigkeit eines geschädigten Herzens, sich selbst mit neuen Muskelzellen zu reparieren, jedoch deutlich höher, sogar höher als bei einem gesunden Herzen. Das geht aus einer neuen Studie des Karolinska Institutet in Schweden hervor, die in der Fachzeitschrift Circulation veröffentlicht wurde

Forscher am Karolinska Institutet haben nun herausgefunden, dass die Zellerneuerungsrate nach einer Verletzung sogar noch geringer ist als bei einem gesunden Herzen. Die Standardbehandlung von Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz ist eine operativ implantierte Pumpe, die den Blutfluss unterstützt, ein sogenanntes Linksherzunterstützungssystem (LVAD).

Den Reparaturmechanismus ankurbeln

Überraschenderweise stellten die Forscher fest, dass Patienten mit einer solchen Herzpumpe, deren Herzfunktion eine deutliche Verbesserung aufwies, Herzmuskelzellen mehr als sechsmal schneller regenerieren können als gesunde Herzen.

„Die Ergebnisse legen nahe, dass es einen verborgenen Schlüssel geben könnte, um den herzeigenen Reparaturmechanismus anzukurbeln“, sagt Olaf Bergmann, leitender Forscher in der Abteilung für Zell- und Molekularbiologie am Karolinska Institutet und Letztautor der Studie.

Der Mechanismus hinter diesem Effekt ist noch unbekannt und es gibt noch keine Hypothese, die ihn erklärt.


https://www.ahajournals.org/doi/10.1161/CIRCULATIONAHA.123.067156