In einer Studie, die an der Universität Jyväskylä, der Fakultät für Psychologie und dem Jyväskylä-Zentrum für interdisziplinäre Hirnforschung durchgeführt wurde, wurde festgestellt, dass die Herzfrequenzvariabilität von Hund und Besitzer während der Interaktion miteinander verbunden sind. Die Herzfrequenzvariabilität, also die Variation der Herzschlagintervalle, zeigt den Zustand des autonomen Nervensystems an.
Eine hohe Herzfrequenzvariabilität ist mit einem Zustand der Entspannung und Erholung verbunden, während eine niedrige Herzfrequenzvariabilität auf Stimulation oder Beanspruchung, wie etwa Stress während einer Prüfung oder sportlicher Leistung, hinweist. In dieser Studie war die hohe Herzfrequenzvariabilität des Besitzers mit der hohen Herzfrequenzvariabilität des Hundes verbunden und umgekehrt.
Außerdem passten sich die körperlichen Aktivitätsniveaus von Hund und Besitzer während der Studie gegenseitig an.
Mit anderen Worten: Wenn der Besitzer entspannt war, war auch der Hund entspannt. Außerdem waren die Aktivitätsniveaus von Besitzer und Hund während der gegebenen Aufgaben, wie etwa beim Spielen, ähnlich. Obwohl bekannt ist, dass körperliche Aktivität einen Einfluss auf die Herzfrequenz hat, wurden die stärksten Verbindungen dieser Variablen zwischen Hund und Besitzer in unterschiedlichen Situationen festgestellt und erklären sich gegenseitig nicht vollständig. Dies deutet darauf hin, dass die Verbindung in der Herzfrequenzvariabilität eher die Synchronität des emotionalen Zustands als des Aktivitätsniveaus widerspiegelt.
https://www.nature.com/articles/s41598-024-76831-x


