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Gründung der Virtual Worlds Association: Europäische Allianz für nützliche, offene und menschenzentrierte virtuelle Welten

Die Virtual Worlds Association (VWA) hat sich heute als internationale Non-Profit-Organisation etabliert, um die Entwicklung europäischer virtueller Welten voranzutreiben. Die Allianz vereint über 20 Organisationen aus acht Ländern – darunter Belgien, Spanien, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien und Polen – und zielt darauf ab, Forschung, Innovation und Markteinführung zu beschleunigen. Sie fördert ethische, offene und nachhaltige Modelle, die wirtschaftliche Vorteile, gesellschaftliche Fortschritte und politische Impulse schaffen. Die VWA ist nun für neue Mitglieder geöffnet.

Die Gründung basiert auf einem Abkommen vom 3. Juni 2025, das die Vorbereitung einer Europäischen Partnerschaft für virtuelle Welten im Rahmen des Horizon-Europa-Programms mit der Europäischen Kommission festlegt. Virtuelle Welten gelten als Schlüsseltechnologie für die europäische Unabhängigkeit in Bereichen wie Industrie, Gesundheitswesen, Sicherheit, Kultur und Bildung. In der Fertigung, Energieversorgung, Mobilität und im Bauwesen verkürzen immersive 3D-Umgebungen Entwicklungszyklen, steigern Sicherheit und ermöglichen prädiktive Wartung. Im Bildungswesen bieten sie realistische Simulationen und Skalierungsoptionen für Umschulungen, während sie in Kultur und Wissenschaft neue Ausdrucksformen sowie kollaborative Experimente eröffnen.

Europa setzt auf koordinierte Ansätze, um Prototypen in großflächige Anwendungen umzuwandeln, mit Fokus auf Vertrauen, Interoperabilität und Inklusion. Die VWA hat bereits zur Erstellung der Strategic Research and Innovation Agenda (SRIA) beigetragen, die Prioritäten, Technologien und Fahrpläne für die nächsten zehn Jahre definiert. Als Brückenbauer zwischen Industrie, Mittelstand, Universitäten und Forschungseinrichtungen arbeitet die Organisation innerhalb der EU-Virtual-Worlds-Partnerschaft, um Technologien aus Laboren in den Alltag zu überführen.

Die Kernaufgaben umfassen die Schaffung positiver Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und Politik, die Stärkung europäischer Communities in der Entwicklung von Technologien und Inhalten, die Förderung Spitzenforschung für Wettbewerbsfähigkeit sowie den Transfer akademischer Erkenntnisse in kommerzielle Anwendungen. Zudem soll sie zu einer nachhaltigen, ethischen und menschenzentrierten Zukunft beitragen, die reale und digitale Räume verknüpft. Die VWA nutzt immersive Technologien, erweiterte Realität, digitale Zwillinge und kollaborative Räume, um reale Probleme zu lösen und europäische Werte wie Offenheit und Nachhaltigkeit zu wahren.

Die Governance erfolgt durch eine Generalversammlung, einen Vorstand, einen Generalsekretär und einen Schatzmeister, mit ausgewogener Repräsentation von vier KMU, drei Großunternehmen sowie zehn Universitäten und Forschungseinrichtungen. Der anfängliche Vorstand wird von Matthieu Worm (Siemens, Deutschland) als Präsident geleitet, mit Vizepräsidenten Laszlo Arnould (PopulAR, Belgien) und Leif Oppermann (Fraunhofer FIT, Deutschland). Schatzmeister ist Francisco Ibáñez (Brainstorm Multimedia, Spanien). Weitere Mitglieder umfassen Vertreter von Institutionen wie der Universitat Politècnica de València, Immersion, SAP SE, VTT, VoxelSensors, CNRS, VRT, CS GROUP, CERTH, KU Leuven, CNR, DFKI, imec und der Pozna? University of Economics and Business.

Eine offizielle Unterzeichnungszeremonie ist für später in Brüssel geplant, mit Beteiligung führender europäischer Forschungsinstitute, Universitäten, KMU und Industrieakteure. Die VWA lädt zu Mitgliedschaften ein: Kategorien reichen von Mikro-KMU über Großindustrie bis hin zu institutionellen Partnern wie Hochschulen. Die Organisation positioniert sich als Stimme des Ökosystems gegenüber EU-Institutionen und fördert den Dialog zwischen Forschung, Industrie und Politik, um Barrieren abzubauen und Investitionen zu erleichtern.

Die Initiative unterstreicht das Potenzial virtueller Welten, reale Herausforderungen in Sicherheit und Nachhaltigkeit zu adressieren, und verspricht durch grenzüberschreitende Kooperationen einen Demokratisierungsprozess der Technologie, der der gesamten europäischen Gesellschaft zugutekommt.