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Großbritannien startet sechs Projekte gegen Nahrungsmittelungleichheit: Innovative Ansätze für gesunde Ernährung

London, 8. Juli 2025 – Sechs neue Projekte zur Bekämpfung der Nahrungsmittelungleichheit in Großbritannien wurden heute von UK Research and Innovation (UKRI) vorgestellt. Die Initiativen zielen darauf ab, die Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit nahrhafter Lebensmittel zu verbessern und Ernährungsunsicherheit in besonders betroffenen Gemeinschaften zu reduzieren.

Die Projekte, die unter dem UKRI-Thema „Chancen schaffen, Ergebnisse verbessern“ gefördert werden, setzen innovative Ansätze um, darunter:

  • Mobile Gemüsehändlerin in Liverpool: Die „Queen of Greens“ beliefert Sozialwohnungsgebiete, unterstützt durch ein Kartierungstool und Lebensmittelgutscheine, um den Zugang zu frischen Lebensmitteln zu erleichtern.
  • Öffentliche Restaurants in Dundee und Nottingham: Diese staatlich subventionierten Restaurants bieten nahrhafte, nachhaltige Mahlzeiten für einkommensschwache Haushalte mit Kindern.
  • Gemeinschafts-Lebensmittelmärkte in Glasgow: In „Lebensmittelwüsten“ werden Märkte durch Kunst- und Bildungsaktivitäten gefördert, um die Attraktivität zu steigern.
  • Hochwertige Lebensmittel für Ausgabestellen: In Southampton, New Forest und auf der Isle of Wight verbinden Online-Plattformen Lebensmittelausgabestellen mit qualitativ hochwertigen Lieferanten, um Verschwendung zu reduzieren.
  • Nahrhaftere Schulmahlzeiten in Wales: Forscher analysieren und verbessern die Qualität und Akzeptanz kostenloser Schulmahlzeiten.
  • Workshops gegen lokale Ungleichheiten: In einkommensschwachen Kommunen in England werden neue Strategien zur Reduzierung von Ernährungsungleichheiten entwickelt.

Die Projekte reagieren auf alarmierende Zahlen: Zwischen 2023 und 2024 lebten monatlich 7,5 Millionen Menschen in Haushalten mit Ernährungsunsicherheit – ein Anstieg um 300.000 gegenüber 2022 und 2,5 Millionen seit 2019. Besonders betroffen sind einkommensschwache Haushalte und Menschen mit Behinderungen.

„Diese innovativen Projekte von Wales bis Dundee und von Nottingham bis zur Isle of Wight werden entscheidend dazu beitragen, Ernährungsungleichheiten zu bekämpfen“, sagte Professor Alison Park, Leiterin des UKRI-Themas. Wissenschafts- und Technologieminister Peter Kyle ergänzte: „Niemand sollte ohne Zugang zu gesunden Lebensmitteln sein. Diese Projekte nutzen die Kraft der Forschung, um transformative Lösungen zu finden.“

Die Projekte, geleitet von Universitäten wie Liverpool, Glasgow, Southampton, Cardiff, Sussex und Cambridge, erhalten Förderungen zwischen 1,05 und 1,57 Millionen Pfund. Sie sollen nicht nur die Lebensmittelversorgung verbessern, sondern auch Gesundheitsdaten erheben und Modelle für nachhaltige Ernährungssysteme entwickeln.

Mit diesen Maßnahmen setzt Großbritannien ein starkes Zeichen für mehr Ernährungsgerechtigkeit und könnte Vorbild für andere Länder werden.