Auf der Suche nach der Art und Weise, wie Meeresalgen ihre chemisch komplexen Toxine produzieren, haben Wissenschaftler der Scripps Institution of Oceanography der UC San Diego das größte Protein entdeckt, das je in der Biologie identifiziert wurde. Die Entdeckung der biologischen Maschinerie, die die Algen zur Produktion ihres komplexen Toxins entwickelt haben, offenbarte auch bisher unbekannte Strategien zur Herstellung von Chemikalien, die die Entwicklung neuer Medikamente und Materialien ermöglichen könnten.
Forscher entdeckten das Protein, das sie PKZILLA-1 nannten, als sie untersuchten, wie eine Algenart namens Prymnesium parvum ihr Gift produziert, das für ein Massensterben von Fischen verantwortlich ist.
„Das ist der Mount Everest der Proteine“, sagte Bradley Moore, ein Meereschemiker mit gemeinsamen Anstellungen am Scripps Oceanography und der Skaggs School of Pharmacy and Pharmaceutical Sciences und leitender Autor einer neuen Studie, in der die Ergebnisse detailliert beschrieben werden. „Das erweitert unser Verständnis davon, wozu die Biologie fähig ist.“
PKZILLA-1 ist 25 % größer als Titin, der bisherige Rekordhalter, der in menschlichen Muskeln vorkommt und eine Länge von 1 Mikrometer (0,0001 Zentimeter oder 0,00004 Zoll) erreichen kann.

https://www.science.org/doi/10.1126/science.ado3290

