In Großbritannien wurde erstmals eine Glyphosat-Resistenz bei Ackerfuchsschwanzgras wissenschaftlich nachgewiesen. Diese Entdeckung wurde von Forschern des Niab (National Institute of Agricultural Botany) bestätigt, die Pflanzenproben von einem Feld in Cambridgeshire untersuchten.
Details zur Resistenz
Die betroffenen Pflanzen überlebten eine Behandlung mit der vierfachen empfohlenen Aufwandmenge von Glyphosat. Laboruntersuchungen zeigten, dass die resistenten Pflanzen eine bis zu 2,5-fache Dosis im Vergleich zu empfindlichen Pflanzen tolerieren können.
Ursachen und Konsequenzen
Der intensive Einsatz von Glyphosat zur Stoppelbearbeitung und als Vorauflaufbehandlung hat maßgeblich zur Entwicklung dieser Resistenz beigetragen. Die Wissenschaftler warnen, dass diese Entwicklung die Wirksamkeit eines der wichtigsten Herbizide gefährdet.
Empfehlungen für die Praxis
Um weitere Resistenzentwicklungen zu vermeiden, empfehlen Experten:
– Eine Reduzierung der Glyphosat-Anwendungen
– Den Einsatz alternativer Unkrautbekämpfungsmethoden
– Eine verstärkte mechanische Bodenbearbeitung
-Umstellung auf biologische Landwirtschaft
