Die Glaucoma Research Foundation (GRF) hat für 2026 eine Rekordsumme von 3,06 Millionen US-Dollar an Forschungsförderungen vergeben. Die Mittel fließen in innovative Projekte zur Heilung des Glaukoms, zur Neurodegeneration und zur Wiederherstellung des Sehvermögens. Die Förderung geht an zwanzig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an renommierten medizinischen Einrichtungen in den USA.
„Dieses historische Fördervolumen spiegelt das außergewöhnliche Engagement unserer Spender wider – viele von ihnen sind selbst Betroffene oder Angehörige von Glaukom-Patienten“, erklärte GRF-Präsident und CEO Thomas Brunner.
Die Mittel verteilen sich wie folgt:
- 660.000 US-Dollar für zwölf einjährige Shaffer Grants à 55.000 US-Dollar an Nachwuchsforscherinnen und -forscher für neuartige Glaukom-Therapieansätze. Zu den Geförderten gehören Kun-Che Chang, Shruthi Karnam, Kate Keller, Naoki Kiyota, Gillian McLellan, Kiyoharu Miyagishima, Kerstin Nundel, Shruti Patil, Lev Prasov, Maria Fernanda Suarez, Levi Todd und Lauren Wareham.
- 1 Million US-Dollar für die Fortsetzung der Catalyst for a Cure Vision Restoration Initiative, die sich auf die Erhaltung, Reparatur und den Wiederaufbau des Sehnervs konzentriert, nachdem bereits ein Sehverlust eingetreten ist. Die Hauptforscher sind Xin Duan (University of California, San Francisco), Yang Hu (Stanford University School of Medicine), Anna La Torre (University of California, Davis) und Derek Welsbie (Shiley Eye Institute, UC San Diego).
- 1 Million US-Dollar für die Melza M. and Frank Theodore Barr Foundation Catalyst for a Cure Initiative to Prevent and Cure Neurodegeneration. Das Team untersucht Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Glaukom und anderen neurodegenerativen Erkrankungen (Auge, Gehirn, Rückenmark) mit dem Ziel, Prävention und Heilung voranzutreiben. Beteiligt sind Sandro Da Mesquita (Mayo Clinic), Milica Margeta (Mass Eye and Ear), Karthik Shekhar (University of California, Berkeley) und Humsa Venkatesh (Harvard/Brigham and Women’s Hospital).
- 400.000 US-Dollar für die neue Treatment Accelerator Initiative der GRF.
Die Förderung unterstreicht den wachsenden Fokus auf translationale Ansätze, die von der Grundlagenforschung bis hin zu potenziell klinisch anwendbaren Strategien reichen. Das Glaukom gilt als eine der häufigsten Ursachen für irreversible Erblindung weltweit. Die GRF betont, dass die Rekordförderung durch private Spenden ermöglicht wurde und die Suche nach ursächlichen Therapien und Sehrestauration beschleunigen soll.
Weitere Informationen sind auf der Website der Glaucoma Research Foundation verfügbar.
