Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat am 31. Juli 2025 bekanntgegeben, dass Hersteller von Opioid-Schmerzmitteln verpflichtet werden, die Verschreibungsinformationen zu aktualisieren, um Risiken des langfristigen Gebrauchs deutlicher hervorzuheben. Diese Entscheidung basiert auf zwei kürzlich abgeschlossenen Beobachtungsstudien, die Risiken wie Missbrauch, Abhängigkeit, Überdosierung und tödliche sowie nicht-tödliche Folgen bei langfristiger Anwendung untersuchten. Die neuen Informationen sollen Ärzten und Patienten helfen, fundierte Entscheidungen über Nutzen und Risiken zu treffen.
Die FDA empfiehlt Ärzten, bei der Beurteilung von Schmerzen die Ursache und Auswirkungen auf die Lebensqualität der Patienten zu berücksichtigen. Bei notwendiger Opioid-Therapie soll die niedrigste effektive Dosis eines sofort freisetzenden Opioids für die kürzeste erforderliche Dauer verschrieben werden. Langwirksame Opioide sind für schwere, anhaltende Schmerzen vorbehalten, wenn Alternativen fehlen. Patienten sollen über Opioid-Überdosis-Reversal-Medikamente wie Naloxon informiert werden. Regelmäßige Neubewertungen des Nutzen-Risiko-Profils und ein Vermeiden abrupter Dosisreduktionen werden empfohlen, um Entzugserscheinungen oder unkontrollierte Schmerzen zu verhindern.
Patienten werden aufgefordert, Opioide genau nach Vorschrift einzunehmen, sicher aufzubewahren und ungenutzte Medikamente ordnungsgemäß zu entsorgen. Bei Symptomen wie Atemproblemen soll umgehend medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden. Nebenwirkungen können über das FDA-Programm MedWatch gemeldet werden.
Stand: 04.08.2025
