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Fachgesellschaft fordert einheitliche Maßeinheiten in der Labormedizin


Berlin, 5. März 2025 – Die Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL) setzt sich für eine Standardisierung der Maßeinheiten in der Labormedizin ein. Ziel ist es, die Vergleichbarkeit von Laborergebnissen zu verbessern und die Patientensicherheit zu erhöhen. Dies berichtet das Ärzteblatt in seiner aktuellen Ausgabe.


Hintergrund der Initiative ist die derzeitige Praxis, bei der Laborwerte teilweise in unterschiedlichen Einheiten angegeben werden, etwa in Milligramm pro Liter (mg/L) oder Millimol pro Liter (mmol/L). Diese Uneinheitlichkeit kann zu Missverständnissen bei der Interpretation der Ergebnisse führen, insbesondere wenn Patienten zwischen verschiedenen medizinischen Einrichtungen wechseln. „Einheitliche Maßeinheiten würden die Kommunikation zwischen Laboren, Ärzten und Patienten erheblich erleichtern“, erklärte ein Sprecher der DGKL.


Die Fachgesellschaft schlägt vor, international anerkannte Standards wie das SI-System (Système International d’Unités) flächendeckend einzuführen. Dies soll nicht nur die Qualität der Diagnostik steigern, sondern auch die Forschung und den internationalen Austausch vereinfachen. Experten sehen darin einen wichtigen Schritt hin zu einer modernisierten und sicheren Labormedizin.
Die DGKL plant, ihre Forderung in einem Positionspapier zu konkretisieren und diese an politische Entscheidungsträger sowie andere medizinische Fachgesellschaften heranzutragen. Bereits jetzt wird die Initiative von vielen Ärzten und Laborfachleuten unterstützt, die sich eine einheitliche Praxis wünschen. Kritiker hingegen verweisen auf die Kosten und den Aufwand, der mit einer Umstellung verbunden wäre.
Ob und wann die Vorschläge umgesetzt werden, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Die Diskussion um Standardisierung in der Labormedizin hat an Dringlichkeit gewonnen.


Quelle: Ärzteblatt