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Europa bereitet sich auf möglichen WHO-Austritt der USA vor

Eine Woche vor Donald Trumps Wiedereinsetzung ins Präsidentenamt wächst in Europa die Sorge vor einem möglichen Austritt der USA aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO)[1]. Die Befürchtungen sind nicht unbegründet – bereits 2020 hatte Trump während seiner ersten Amtszeit einen WHO-Austritt angekündigt[1].

Finanzielle Auswirkungen

Das WHO-Budget für 2024-2025 beträgt 6,83 Milliarden US-Dollar, wovon die USA derzeit mit über 14 Prozent den größten Anteil beisteuern[1]. Die EU-Kommission und EU-Mitgliedstaaten leisten zwar gemeinsam einen höheren Beitrag, dennoch würde ein US-Austritt ein erhebliches Finanzierungsloch hinterlassen[1].

Politische Dimension

Die Trump-Administration wirft der WHO Versagen bei der Pandemie-Bekämpfung vor und fordert den Nachweis ihrer Unabhängigkeit von China[1]. Die Aussichten auf eine Änderung dieser Position erscheinen gering, zumal Trump Impfgegner für wichtige Gesundheitsposten nominiert hat[1].

Europäische Reaktion

Die EU-Kommission versichert, gut vorbereitet zu sein und will die WHO-Finanzierung im Rahmen ihrer Möglichkeiten sicherstellen[1]. Allerdings wurde das EU-eigene Gesundheitsprogramm EU4Health bereits um 1 Milliarde Euro gekürzt[1].

Über finanzielle Aspekte hinaus

Ein US-Austritt hätte nicht nur finanzielle Folgen. Die USA tragen bedeutendes Fachwissen bei und profitieren ihrerseits von der globalen Krankheitsüberwachung der WHO[1]. Wichtige Kooperationen, wie das globale Influenza-Überwachungssystem, könnten gefährdet sein[1].

Quellen:
[1]
[2] Europa rüstet sich für möglichen WHO-Austritt der USA https://www.euractiv.de/section/gesundheit/news/europa-ruestet-sich-fuer-moeglichen-who-austritt-der-usa/