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Erster bestätigter Fall von H5N1-Vogelgrippe bei Mensch in Mexiko

Mexiko-Stadt, 5. April 2025 – In Mexiko wurde erstmals eine Infektion mit dem Vogelgrippevirus H5N1 bei einem Menschen nachgewiesen. Betroffen ist ein dreijähriges Mädchen aus dem nordwestlichen Bundesstaat Durango, wie das mexikanische Gesundheitsministerium am Freitag, den 4. April 2025, mitteilte. Die Kleine befindet sich derzeit in einem Krankenhaus und ihr Zustand wird als ernst eingestuft.

Der Fall markiert den ersten dokumentierten menschlichen H5N1-Fall in Mexiko und sorgt international für Aufmerksamkeit, da das Virus weltweit vor allem bei Vögeln und zunehmend auch bei Säugetieren verbreitet ist. Nach Angaben der Behörden ist die Infektionsquelle bislang unklar. Ermittler untersuchen derzeit Wildvögel in der Umgebung des Wohnorts des Mädchens, um mögliche Übertragungswege zu identifizieren. Ein direkter Kontakt zu infiziertem Geflügel oder anderen Tieren konnte bisher nicht bestätigt werden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft das Risiko für die allgemeine Bevölkerung als gering ein, da keine Hinweise auf eine anhaltende Mensch-zu-Mensch-Übertragung vorliegen. Dennoch wird die Situation genau überwacht. Von 2003 bis Dezember 2024 verzeichnete die WHO weltweit 464 Todesfälle durch H5N1, wobei die meisten in Südostasien und Nordafrika auftraten. In jüngerer Zeit häuften sich Berichte über Infektionen in den USA, wo das Virus seit 2024 auch Milchkühe befällt und über 70 menschliche Fälle, meist bei Farmarbeitern, registriert wurden.

Das mexikanische Gesundheitsministerium hat angekündigt, die Überwachung von Geflügel- und Wildvogelpopulationen zu verstärken. Zudem wurden Kontaktpersonen des Mädchens getestet, bisher ohne weitere positive Ergebnisse. Experten betonen, dass H5N1 in der Regel nur durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder deren Ausscheidungen übertragen wird. Die Bevölkerung wird aufgefordert, den Kontakt mit kranken oder toten Vögeln zu vermeiden und Hygienemaßnahmen einzuhalten.

In den USA starb im Januar 2025 erstmals ein Mensch an H5N1, ein älterer Mann aus Louisiana mit Vorerkrankungen. Der aktuelle Fall in Mexiko unterstreicht die globale Verbreitung des Virus und die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit. Die WHO rief Länder dazu auf, wachsam zu bleiben und ungewöhnliche Krankheitsfälle konsequent zu untersuchen.

Die mexikanischen Behörden versichern, dass derzeit keine Gefahr für die breite Bevölkerung besteht. Dennoch bleibt die Entwicklung des Falls in Durango von großer Bedeutung für die wissenschaftliche Gemeinschaft und die öffentliche Gesundheit. Weitere Informationen werden erwartet, sobald die Untersuchungen voranschreiten.