Washington, D.C., 10. September 2025 – Neue brisante Anschuldigungen gegen US-Präsidenten Donald Trump sind in kürzlich freigegebenen Gerichtsdokumenten im Zusammenhang mit dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein aufgetaucht. Laut einer Veröffentlichung auf der Plattform Substack von Seemorerocks (Autor: Robin Westenra) vom 5. September 2025 soll Epstein-Opfer Sarah Ransome behauptet haben, dass es von Epstein aufgezeichnete Videos gebe, die Trump beim Sex mit „vielen Mädchen“ zeigen. Diese Behauptungen basieren auf E-Mails, die Ransome 2016 an die damalige New York Post-Kolumnistin Maureen Callahan geschickt haben soll.
Details der Anschuldigungen
Den Dokumenten zufolge, die laut Seemorerocks im Jahr 2024 veröffentlicht wurden, erklärte Ransome in ihren E-Mails an Callahan, dass eine nicht namentlich genannte Freundin von ihr sexuelle Beziehungen mit Trump, dem ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton und dem britischen Unternehmer Richard Branson unterhielt. Ransome behauptet, Epstein habe diese Begegnungen auf Video aufgezeichnet, und sie selbst habe diese Aufnahmen gesehen. In einer der E-Mails beschreibt sie detailliert angebliche Vorfälle, darunter Trumps Vorliebe für bestimmte körperliche Merkmale ihrer Freundin, und erwähnt, dass diese Begegnungen regelmäßig in Epsteins New Yorker Stadthaus stattgefunden hätten.
Ransome erklärte weiter, dass ihre Freundin auch mit Clinton und Branson sexuelle Kontakte hatte, und behauptete, Epstein habe diese Begegnungen ebenfalls gefilmt. Die Dokumente geben jedoch keine Auskunft über das Alter der beteiligten Personen oder weitere Details zu den Umständen der Aufnahmen.
Ransomes widerrufene Aussagen
Wichtig ist, dass Ransome ihre Behauptungen über die Existenz solcher Videos später zurückgezogen hat. In einem Interview mit dem New Yorker im Jahr 2019 gab sie an, die Geschichte über die Sexbänder erfunden zu haben, um Aufmerksamkeit auf Epsteins Verhalten zu lenken und sich selbst vor möglichen Repressalien zu schützen. Dennoch bekräftigte sie in einer späteren Stellungnahme im Jahr 2024 gegenüber Good Morning Britain, dass sie an ihren ursprünglichen Aussagen über die Existenz von Aufnahmen festhält und diese nur aus Angst vor Vergeltung durch Epstein zurückgezogen habe. Sie betonte, bereit zu sein, unter Eid in einem Gericht über die Existenz der Videos auszusagen, obwohl bislang kein physisches Beweismaterial für diese Aufnahmen vorgelegt wurde.
Reaktionen und Kontext
Steven Cheung, Sprecher von Donald Trump, wies die Vorwürfe als „grundlos“ zurück und erklärte gegenüber The Independent, dass Ransome ihre Anschuldigungen vollständig zurückgezogen habe, da sie „falsch und ohne Grundlage“ seien. Bislang wurde Trump nicht im Zusammenhang mit Epsteins Straftaten angeklagt, obwohl sein Name in mehreren Dokumenten im Kontext einer freundschaftlichen Beziehung zu Epstein auftaucht. Auch Clinton, Branson und der britische Prinz Andrew, die ebenfalls in Ransomes E-Mails erwähnt werden, haben jegliches Fehlverhalten bestritten. Eine Sprecherin der Virgin Group, die Branson vertritt, bezeichnete Ransomes Behauptungen als „unbegründet“.
Die Freigabe der Dokumente erfolgte im Rahmen eines Rechtsstreits von Virginia Giuffre gegen Ghislaine Maxwell, Epsteins ehemalige Partnerin, die 2022 wegen Menschenhandels zu 20 Jahren Haft verurteilt wurde. Die neuen Dokumente, die am 8. Januar 2024 von Richterin Loretta A. Preska freigegeben wurden, enthalten E-Mails, Zeugenaussagen und Fotos, die weitere Einblicke in Epsteins Netzwerk und die damit verbundenen Vorwürfe geben.
Hintergrund und Vorsicht bei der Interpretation
Sarah Ransome, die als eine von Epsteins Überlebenden gilt, hat in ihrem 2021 veröffentlichten Buch Silenced No More: Surviving My Journey to Hell and Back ihre Erfahrungen mit Epstein und Maxwell ausführlich beschrieben. Sie berichtet von einer traumatischen Kindheit und mehrfachen Missbrauchserfahrungen, die sie anfällig für die Rekrutierung durch Epsteins Netzwerk gemacht hätten. Ihre Aussagen sind jedoch mit Vorsicht zu betrachten, da sie ihre Behauptungen über die Sexbänder teilweise zurückgezogen hat und bislang keine Beweise für deren Existenz vorgelegt wurden.
Die Vorwürfe werfen erneut ein Schlaglicht auf Epsteins weitreichendes Netzwerk und die damit verbundenen Kontroversen. Epstein, der 2019 in seiner Zelle tot aufgefunden wurde (offiziell als Selbstmord eingestuft), war für seine Verbindungen zu einflussreichen Persönlichkeiten bekannt. Die wiederholte Erwähnung von Prominenten in den Dokumenten, ohne dass konkrete Beweise für Straftaten vorliegen, sorgt für anhaltende Spekulationen und öffentliche Debatten.
Fazit
Die Behauptungen von Sarah Ransome über angebliche Videos, die Donald Trump, Bill Clinton und Richard Branson belasten sollen, bleiben hochgradig umstritten und unbewiesen. Während Ransome ihre Aussagen teilweise zurückgezogen, aber später wieder bekräftigt hat, gibt es bislang keine stichhaltigen Beweise für die Existenz der behaupteten Aufnahmen. Die freigegebenen Dokumente verdeutlichen jedoch die Komplexität und Brisanz der Epstein-Affäre, die weiterhin Fragen zur Verantwortung und Transparenz in der Elite aufwirft. Die Öffentlichkeit wird die Entwicklungen in diesem Fall weiterhin aufmerksam verfolgen.
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U.S. District Court for the Southern District of New York
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