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EPA ordnet landesweite Entfernung von Bleirohren an

Die US-Umweltschutzbehörde EPA hat eine weitreichende neue Regelung erlassen, die den Austausch aller Bleileitungen im amerikanischen Trinkwassersystem innerhalb der nächsten zehn Jahre vorschreibt. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Gesundheitsrisiken durch Blei im Trinkwasser zu reduzieren, insbesondere für Kinder und benachteiligte Gemeinden.

Umfang und Kosten

Die Verordnung betrifft schätzungsweise 9,2 Millionen Bleileitungen landesweit. Die Gesamtkosten für dieses ambitionierte Projekt werden auf 20 bis 30 Milliarden Dollar geschätzt. Um die finanzielle Belastung abzufedern, stellt die Regierung Biden 15 Milliarden Dollar aus dem Infrastrukturgesetz zur Verfügung.

Gesundheitliche Auswirkungen

Blei im Trinkwasser kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben, besonders für Kinder. Es kann zu Lern- und Verhaltensproblemen, verminderter IQ und verlangsamtem Wachstum führen. Die EPA erwartet, dass die neue Regelung jährlich bis zu 22.000 Bleivergiftungen bei Kindern verhindern wird.

Herausforderungen und Kritik

Trotz der gesundheitlichen Vorteile sieht sich die Verordnung auch Kritik ausgesetzt. Einige Wasserversorger und republikanische Gesetzgeber argumentieren, dass der Zeitrahmen zu eng und die Kosten zu hoch seien. Die EPA betont jedoch, dass die langfristigen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Vorteile die Kosten bei weitem überwiegen.