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E.coli kann zu Blasenkrebs führen

In Ländern wie Norwegen kommen bestimmte Darmbakterien häufiger vor als in vielen anderen Ländern, und auch Blasenkrebs, Darmkrebs und Prostatakrebs treten häufiger auf. Diese Erkenntnisse könnten laut einer neuen Studie zu neuen Möglichkeiten zur Vorbeugung dieser Krebsarten führen.

Frühere Studien haben gezeigt, dass ein von bestimmten Bakterien produziertes Toxin, das sich im Darm festsetzt, gesunde Zellen schädigt und das Risiko für die Entwicklung von Darmkrebs erhöht.

In einer neuen Studie untersuchten Wissenschaftler die Häufigkeit von Blasen-, Dickdarm-, Mastdarm- und Prostatakrebs und verglichen diese mit der Häufigkeit von zwei toxinproduzierenden E.coli-Bakterien in den betreffenden Ländern. E.coli ist weltweit die häufigste Ursache für Harnwegsinfektionen und bakterielle Infektionen im Blutkreislauf. In

Norwegen treten Blasenkrebs und Dickdarmkrebs häufiger auf als in vielen anderen Ländern.

– Im Verlauf der Studie stellten wir auch fest, dass die Häufigkeit dieser beiden E.coli-Bakterien in Norwegen höher war. „Beim Vergleich entsprechender Daten aus mehreren verschiedenen Ländern entdeckten wir ein klares Muster: Je weniger dieser E.coli-Bakterien in der Bevölkerung zirkulieren, desto geringer ist die Häufigkeit dieser Krebsarten und umgekehrt“, erklärt Jukka Corander, Professor in der Abteilung für Biostatistik des Institute of Basic Medical Sciences der UiO und Leiter der kürzlich in Lancet Microbe veröffentlichten Studie .


https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2666524724002830