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Durchbruch bei der Entdeckung eines Zika-Virus-Inhibitors

IRBM S.p.A., ein führendes Unternehmen in der frühen Arzneimittelforschung mit Sitz in Rom, hat einen bedeutenden Fortschritt in der Bekämpfung des Zika-Virus (ZIKV) bekannt gegeben. Wissenschaftler identifizierten einen neuartigen, hochpotenten allosterischen Inhibitor, der gezielt die NS2B-NS3-Protease des Virus hemmt. Die Ergebnisse wurden am 10. Februar 2026 in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht (DOI: 10.1038/s41467-026-68943-x).

Das durch Mücken übertragene Zika-Virus kann schwere neurologische Komplikationen verursachen, insbesondere Mikrozephalie bei Neugeborenen von infizierten Schwangeren. Derzeit stehen weder zugelassene antivirale Therapien noch Impfstoffe zur Verfügung, weshalb neuer Behandlungsbedarf besteht.

Der entdeckte Inhibitor bindet an eine bisher uncharakterisierte allosterische Stelle der NS2B-NS3-Protease, einem zentralen Enzym für die virale Replikation. In biochemischen und zellbasierten Tests hemmte er die Proteaseaktivität wirksam. In präklinischen Tiermodellen zeigte das Molekül eine signifikante antivirale Wirkung sowie ein günstiges Sicherheits- und Pharmakokinetikprofil. Der Wirkmechanismus könnte sich auf andere Flaviviren wie Dengue-, Gelbfieber- und West-Nil-Virus übertragen lassen.

IRBM kombinierte phänotypisches High-Content-Screening, computergestützte Modellierung, mechanistische Enzymologie, iterative medizinische Chemie und ADME-Profilierung, um rasch von ersten Treffern zu präklinischen Kandidaten zu gelangen.

Carlo Toniatti, Chief Scientific Officer bei IRBM, bezeichnete die Entdeckung als wichtigen Meilenstein in der antiviralen Arzneimittelforschung. Matteo Liguori, CEO und Gründer, betonte die Rolle effektiver öffentlich-privater Partnerschaften bei der Überbrückung von akademischer Forschung und klinischer Anwendung.

Das Projekt wurde von der Region Latium finanziert und entstand im Rahmen einer Initiative des CNCCS (Consorzio Nazionale per la Ricerca e lo Sviluppo di Metodi per la Ricerca e lo Sviluppo di Farmaci per Malattie Rare e Neglette). IRBM und CNCCS setzen sich gezielt für seltene und vernachlässigte Krankheiten ein.

IRBM ist auf multidisziplinäre frühe Drug Discovery spezialisiert und bearbeitet Programme in Bereichen wie Antivirale, Onkologie, Neurowissenschaften und seltenen Erkrankungen. Das CNCCS fungiert als Lead Factory und verbindet ein Chemikalien-Depot mit Hochdurchsatz-Screening-Plattformen.