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DOJ-Epstein-Freigaben zeigen Verbindungen zu Wissenschaftlern und Universitäten

Washington. Die vom US-Justizministerium (DOJ) schrittweise freigegebenen Dokumente zu Jeffrey Epstein – darunter Millionen Seiten E-Mails, Fotos, Videos und Ermittlungsakten aus den Jahren 2025 und 2026 – belegen enge Kontakte des verurteilten Sexualstraftäters zu prominenten Wissenschaftlern und Elite-Universitäten. Die Veröffentlichungen folgten dem Epstein Files Transparency Act und enthalten keine neuen Beweise für Straftaten der genannten Personen, werfen aber Fragen zu Finanzierung, Zugang und ethischen Grenzen auf.

Der Epstein Fall erreicht die Wissenschaft. Symbolbild. Credits: LabNews Media LLC

Epstein spendete vor seiner Verurteilung 2008 über 9 Millionen US-Dollar an Harvard, darunter 6,5 Millionen Dollar für das Program for Evolutionary Dynamics unter Martin Nowak. Nach der Verurteilung akzeptierte Harvard keine direkten Spenden mehr, doch Epstein vermittelte weitere 9,5 Millionen Dollar von Dritten. Nowak gewährte Epstein uneingeschränkten Campus-Zugang und ein eigenes Büro; er wurde 2021 sanktioniert.

Am MIT erhielt Epstein nach 2008 über 850.000 Dollar, vor allem für das Media Lab (525.000 Dollar) und Professor Seth Lloyd (225.000 Dollar). Joi Ito, ehemaliger Media-Lab-Direktor, verbarg die Herkunft einiger Mittel und trat 2019 zurück.

Weitere genannte Wissenschaftler in den Dokumenten umfassen:

  • Noam Chomsky (MIT): Korrespondenz und Treffen bis 2015/2016.
  • Lawrence Krauss (ehemals Arizona State): Dutzende E-Mails, Epstein half bei Krisenkommunikation.
  • Lisa Randall (Harvard): Langjähriger Kontakt, Flug mit Epsteins Jet.
  • Nathan Wolfe (ehemals Stanford): E-Mails über Praktikantinnen und Forschung.
  • Corina Tarnita (Princeton): Kontakte seit Studienzeiten.
  • George Church (Harvard): Treffen und mögliche Vermittlung von Spenden.
  • Nicholas Christakis (Yale): Korrespondenz 2013–2016.

Die Dokumente zeigen keine Beteiligung an Epsteins Straftaten, dokumentieren aber anhaltende Kontakte und finanzielle Verflechtungen auch nach 2008. Epstein nutzte seine Verbindungen, um in wissenschaftliche Kreise vorzudringen.

Verifizierte Quellen (Stand Februar 2026):

  • https://www.scientificamerican.com/article/epstein-files-show-a-complicated-relationship-with-science-and-journalism/
  • https://www.nature.com/articles/d41586-026-00388-0
  • https://www.scientificamerican.com/article/jeffrey-epstein-emails-reveal-ties-to-prominent-scientists
  • https://www.insidehighered.com/news/faculty-issues/2026/02/05/even-more-higher-ed-names-epstein-files
  • https://ogc.harvard.edu/file_url/208 (Harvard-Bericht 2020)
  • https://facultygovernance.mit.edu/sites/default/files/20200121GoodwinProcterReport.pdf (MIT-Bericht 2020)
  • https://www.thecrimson.com/article/2020/5/2/harvard-concludes-epstein-review/
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