Zum Inhalt springen
Home » DFKI finanziell von Google abhängig

DFKI finanziell von Google abhängig

Google und DFKI erweitern ihre Zusammenarbeit | Quelle: DFKI | Copyright: DFKI/Google |

Gefährliche Nähe: Erst durch eine Finanzierung von Google werden am DFKI vier neue Forschungsprojekte ins Leben gerufen, die zentrale Fragen zu Themen wie Künstlicher Intelligenz, souveräner Cloud und skalierbarer GPU-Cluster untersuchen werden. Im Rahmen der Forschung soll die Erfahrung von Google im Bereich Cloud mit der Expertise des DFKI in angewandter KI kombiniert werden. Google ist bereits seit 2015 Gesellschafter des DFKI.

Das DFKI sei „in der Verwendung der Fördermittel frei“ und werde die Forschung in den vier geförderten Projekten „eigenständig vorantreiben“. Fraglich dabei allerdings ist nur, warum das DFKI die Projekte nicht ohne die Finanzierung von Google stemmen kann oder will.

Denn in der Selbstdarstellung der Institution heißt es : „Das DFKI zählt in der internationalen Wissenschaftswelt zu den wichtigsten „Centers of Excellence“. Aktuell forschen ca.1.560 Mitarbeitende aus über 76 Nationen an innovativen Software-Lösungen. In 26 Forschungsbereichen, zehn Kompetenzzentren und acht Living Labs werden Produktfunktionen, Prototypen und patentfähige Industrielösungen entwickelt.

Das DFKI ist für sein diverses und multinational geprägtes Team ein Ort der Zukunftsgestaltung. Es ist unser Ziel, die Diversität auch in Führungspositionen weiter zu stärken. Das DFKI schafft für seinen wissenschaftlichen Nachwuchs Karriereperspektiven in der Wissenschaft wie auch in der Wirtschaft. Zudem unterstützt das DFKI Gründer:innen aus den eigenen Reihen bei Spin-offs auf Basis von DFKI-eigenen Forschungsergebnissen. Bisher sind mehr als 100 Spin-Offs mit über 2500 Arbeitsplätzen aus dem DFKI hervorgegangen“.

Die Ergebnisse der Google-finanzierten Projekte sollen in Form von wissenschaftlichen Arbeiten veröffentlicht werden.

Freie Forschung klingt anders als das, was das DFKI mitteilt: „Experten von Google Cloud helfen dabei, umfangreiche Rechenarbeiten im maschinellen Lernen (ML) und die Speicherung von großen Datenmengen in der Cloud durchzuführen. Im Zuge dessen kann das DFKI Kompetenzen im Bereich Cloud Computing erweitern“.

LabNews wird versuchen, Google Deutschland zu einem zeitnahen Interview zum Thema einzuladen.

zurück zu LabNews