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Diese Blutwerte zeigen eine  Blinddarmentzündung an

Eine Blinddarmentzündung lässt sich durch charakteristische Veränderungen der Blutwerte erkennen, wobei die Labordiagnostik ein wichtiges Werkzeug zur Diagnosestellung darstellt. Im Vordergrund steht dabei die Bestimmung des C-reaktiven Proteins (CRP), eines Entzündungsmarkers, der von der Leber als Reaktion auf eine Entzündung gebildet wird. Bei einer Appendizitis steigt der CRP-Wert deutlich über den Normalwert von 5 mg/l an und kann Werte von 50 mg/l oder mehr erreichen. Parallel dazu wird die Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) untersucht, die bei einer Blinddarmentzündung typischerweise auf über 10.000 pro Mikroliter ansteigt.

Im Differentialblutbild zeigt sich häufig eine sogenannte Linksverschiebung, also eine Vermehrung junger Leukozyten. Die Bestimmung dieser Werte erfolgt durch verschiedene Labormethoden wie Turbidimetrie, ELISA-Tests oder Lasernephelometrie, wobei auch Schnelltests für die Praxisanwendung zur Verfügung stehen. Wichtig ist zu wissen, dass die Blutwerte allein keine sichere Diagnose ermöglichen.

Sie müssen immer im Kontext mit der klinischen Untersuchung, bildgebenden Verfahren wie Ultraschall oder Computertomographie und dem Beschwerdebild des Patienten betrachtet werden. Dabei können die Entzündungswerte besonders bei Kindern oder bei chronischen Verläufen auch im Normbereich liegen, was eine Diagnose erschweren kann. Die Blutuntersuchung stellt somit einen wichtigen Baustein in der Diagnostik der Blinddarmentzündung dar, muss aber stets im Zusammenhang mit anderen diagnostischen Maßnahmen interpretiert werden.