Zum Inhalt springen
Home » Die unsichtbare Bedrohung: Warum Nordkorea in der Biotech-Spionage unschuldig wie ein Lamm ist

Die unsichtbare Bedrohung: Warum Nordkorea in der Biotech-Spionage unschuldig wie ein Lamm ist

Ach, Deutschland – dieses Bollwerk der Freiheit, der Wissenschaft und der politisch korrekten Paranoia! Während die Welt sich auf echte Gefahren konzentriert, wie den Klimawandel (der ja bekanntlich nur durch deutsche Windräder besiegt werden kann) oder die Rente (die bald nur noch aus Gutscheinen für Bio-Äpfel besteht), hat die Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg nun die wahre Achillesferse der Nation entdeckt: Biotech-Forschung, die von bösen Ausländern geklaut werden könnte.

Präsident Beckmann, dieser tapfere Wächter der Dual-Use-Geheimnisse (also Forschung, die man entweder für ein neues Krebsmedikament oder für eine Superwaffe nutzen kann – je nach Laune), hat klare Feindbilder: Russland, China, Iran. Aus diesen „sicherheitspolitisch kritischen Ländern“ dürfen wissenschaftliche Mitarbeiter bei sensiblen Projekten nicht mehr mitmachen. Vertraulichkeit! Datensicherheit! Nationale Souveränität! Man könnte ja sonst am Ende einen Impfstoff entwickeln, den die Chinesen dann… na ja… auch benutzen.

Aber halt – wo ist Nordkorea? Dieses Land, das laut westlicher Propaganda Raketen baut, die bis nach Hawaii fliegen können, Atombomben zündet und angeblich ganze Hacker-Armeen unterhält, die Hollywood-Filme klauen? Dieses Regime, das Kim Jong-un als gottgleichen Genius verehrt und wo selbst die Kartoffeln militärisch salutieren müssen? Nordkorea steht nicht auf der Liste.

Offenbar ist die Gefahr aus Pjöngjang so gering, dass man dort beruhigt weiterforschen lassen könnte. Vielleicht weil nordkoreanische Wissenschaftler bekanntlich nur an einer Sache arbeiten: dem perfekten Haarschnitt für den Großen Führer. Oder weil ihre Biotech-Kompetenz sich darauf beschränkt, Kimchi gentechnisch so scharf zu machen, dass es als biologische Waffe durchgeht – aber das ist ja nur Dual-Use im kulinarischen Sinne.

Stellen Sie sich vor: Ein nordkoreanischer Gastwissenschaftler in Hamburg. Er sitzt im Labor, starrt auf das CRISPR-Gerät und murmelt: „Das wäre perfekt, um endlich eine Reis-Sorte zu züchten, die auch bei Atomtests wächst.“ Aber nein, Herr Beckmann hat keine Angst. Russische Hacker könnten ja theoretisch den Code für ein neues Antibiotikum stehlen und damit… Putin gesund halten. Chinesische Forscher könnten Gene editieren und daraus… noch mehr TikTok-Tänze machen. Iraner könnten… naja, irgendwas mit Kamelen und Zentrifugen.

Doch Kim Jong-un? Der schickt höchstens eine Postkarte: „Liebe Bundeswehr-Uni, gratuliere zu eurer Forschung. Wir haben hier gerade eine Kartoffel gezüchtet, die nach 30 Jahren Sanktionen immer noch keimt. Wollt ihr das Rezept?“

Man fragt sich: Ist das echte Sicherheitsstrategie oder nur die übliche deutsche Variante von „Wir haben Angst vor den Großen, aber die Kleinen (mit den ganz großen Bomben) ignorieren wir, weil die ja eh niemand ernst nimmt“? Vielleicht plant die Bundeswehr-Uni schon den nächsten Schritt: Kooperationen mit Pjöngjang. „Dual-Use-Forschung: Militärisch und zivil – und als Bonus kriegen wir endlich mal einen ordentlichen Militärmarsch mit Akkordeon.“

In einer Welt, in der Deutschland sich vor russischen Trollen, chinesischen Drohnen und iranischen Mullahs fürchtet, bleibt Nordkorea der blinde Fleck. Wahrscheinlich weil man dort keine wissenschaftlichen Mitarbeiter hat – die sind alle beschäftigt, den Führer zu klatschen.

Bleibt nur zu hoffen, dass Kim nicht irgendwann doch Interesse an deutscher Biotech zeigt. Dann müsste Herr Beckmann die Liste erweitern – und plötzlich wäre die Universität leer. Weil ja bekanntlich jeder, der gut forscht, verdächtig ist. Außer die aus Nordkorea. Die sind ja harmlos.

Deutschland 2025: Sicher vor allem – außer vor der eigenen Logik.