Trotz nahezu flächendeckender 5G-Netzabdeckung von rund 98 % nutzen in Deutschland lediglich 16,54 % der Bevölkerung den neuen Mobilfunkstandard aktiv. Das ergibt eine Analyse des eSIM-Anbieters BuddySIM basierend auf den Massendaten des „Digital Economy and Society Index“ (DESI 2024) der Europäischen Kommission (Datenbasis 2023). Deutschland liegt damit deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 21,7 % und fällt im europäischen Vergleich ins untere Mittelfeld zurück.
Die Pressemitteilung des Unternehmens vom 2. Februar 2026 hebt ein „digitales Paradoxon“ hervor: Die Infrastruktur ist weitgehend errichtet – offizielle DESI-Daten bestätigen eine Gesamt-5G-Abdeckung von 98,1 % der Haushalte in Deutschland für 2023 –, doch der Übergang zur tatsächlichen Nutzung (gemessen an aktiven 5G-SIM-Karten pro Bevölkerungsanteil) stagniert. Im Vergleich zu Nachbarländern wie Frankreich (42,7 %), Spanien (39,1 %) oder Polen (26,3 %) hinkt Deutschland hinterher. Spitzenreiter sind Zypern mit 124 % und die Niederlande mit 103,5 % – Werte über 100 % entstehen durch Multi-SIM-Nutzung (z. B. Smartwatches, Tablets, IoT-Geräte), die in diesen Ländern alltäglich ist.
BuddySIM-Geschäftsführer Rafael Gomez sieht die Ursachen in vertraglicher Trägheit, höheren Kosten für 5G-Tarife und bürokratischen Hürden beim SIM-Wechsel. „Viele Nutzer hängen in alten LTE-Verträgen fest oder scheuen den Aufwand“, so Gomez. Die eSIM-Technologie könne hier Abhilfe schaffen: Durch rein digitale Aktivierung per QR-Code sinke die Einstiegshürde massiv, wie in Ländern mit hoher digitaler Affinität beobachtet werde.
Die Wachstumsdynamik unterstreicht den Rückstand: Während der EU-Durchschnitt bei der 5G-Nutzung innerhalb eines Jahres um über 50 % zulegte, stieg Deutschland nur um rund 2,3 Prozentpunkte. In dynamischen Märkten wie Spanien oder Italien verdoppelte sich die Nutzerbasis teils. Besonders kritisch wirkt sich die Kluft auf Industrie und mobiles Arbeiten aus – in Skandinavien gilt 5G bereits als Standard für moderne Arbeitsplätze, in Deutschland bleibt es oft ein ungenutztes Premium-Feature.
Relevanz für 2026: Mit der zunehmenden Integration von KI in mobile Geräte und Cloud-Anwendungen werde eine leistungsstarke 5G-Anbindung unverzichtbar, warnt die Analyse. Ohne schnellen Technologiewechsel verliere Deutschland digitale Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit.
Die DESI-Daten (öffentlich einsehbar im Digital Scoreboard der EU und bei Eurostat) dienen als Grundlage; BuddySIM hat die komplexen Datensätze (über 27.000 Punkte) kuratiert und vergleichend ausgewertet. Offizielle Berichte der Europäischen Kommission bestätigen die hohe Abdeckung (98,1 % 2023, Tendenz zu 99 % 2024), während Nutzungsraten – auch in anderen Quellen – niedrig bleiben (z. B. nur ca. 10 % des mobilen Datenverkehrs via 5G laut Bundesnetzagentur 2024/2025).
BuddySIM positioniert sich als eSIM-Spezialist für Reisende und Nutzer, die niedrigschwelligen Zugang zu modernen Netzen suchen. Die Analyse soll auf den Handlungsbedarf hinweisen, um die Infrastruktur in echte Wertschöpfung umzuwandeln. (Ende)
