Deutsche Schmerz- und Palliativtage gestartet: DGS fordert eigenständiges Fach für 23 Millionen Betroffene
In Frankfurt am Main haben die Deutschen Schmerz- und Palliativtage der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) begonnen. Bis zum 21. März 2026 diskutieren rund 2.000 Mediziner aktuelle Entwicklungen, Versorgungsstrukturen und Zukunftsfragen der Schmerz- und Palliativmedizin. Auf dem Programm stehen 197 Vorträge von 123 Referentinnen und Referenten.
In Deutschland leiden 23 Millionen Menschen an chronischen Schmerzen, davon vier Millionen schwer. Die DGS warnt, dass die Schmerzmedizin als ärztliche Königsdisziplin in Gefahr sei. Sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich fehlten ausreichende Strukturen, verlässliche Rahmenbedingungen und vor allem ausreichend Nachwuchs. Ein dramatischer Fachkräftemangel mit einem möglichen Einbruch von bis zu 50 Prozent in den kommenden Jahren drohe.
Die Fachgesellschaft fordert seit Jahren eine bundesweite, abgestimmte Versorgungsstruktur für chronische Schmerzpatienten sowie die Anerkennung der Schmerzmedizin als eigenständiges Fachgebiet. Auf dem Kongress stehen neben gesundheitspolitischen Themen auch neue Therapiemodelle, die Weiterentwicklung des DGS-Praxisschmerzregisters und das Symposium zum ärztlich assistierten Suizid im Mittelpunkt.
Die DGS ist mit 4.035 Mitgliedern, 16 Landesgesellschaften und 121 Schmerzzentren die führende Fachgesellschaft auf diesem Gebiet.
Die Informationen stammen aus einer Mitteilung der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) vom 19. März 2026.
