Zum Inhalt springen
Home » Cybersicherheit im Gesundheitswesen neu gedacht: CYMEDSEC verbindet Pflege und Sicherheit

Cybersicherheit im Gesundheitswesen neu gedacht: CYMEDSEC verbindet Pflege und Sicherheit

Dresden, 3. Juli 2025 – Das CYMEDSEC-Projekt der TU Dresden stellt in einem neuen Artikel in npj Digital Medicine innovative Ansätze vor, um Cybersicherheit und medizinische Versorgung in Einklang zu bringen. Die von Chiara Carboni verfasste Studie fordert einen Paradigmenwechsel: Patienten und medizinisches Personal sollten nicht als Sicherheitsrisiken, sondern als aktive Mitgestalter sicherer Systeme betrachtet werden.

„Wir brauchen ein neues Denken über Cybersicherheit in der digitalen Medizin. Anstatt nicht konforme Praktiken zu verurteilen, sollten wir die Werte und Ziele der Endnutzer verstehen und in Sicherheitskonzepte integrieren“, betont Carboni. Anhand von Fallstudien aus schwedischen Krankenhäusern und einem britischen Smart-Home-Gesundheitssystem zeigt die Studie Spannungen zwischen standardisierten Sicherheitsprotokollen und den praktischen Bedürfnissen der Pflege auf.

Der Artikel schlägt drei Ansätze vor, um diese Lücke zu schließen: Erstens, Sicherheitsdesigns an bestehenden Pflegepraktiken zu orientieren; zweitens, Endnutzer als Mitgestalter zu befähigen; und drittens, partizipative Gestaltung zu nutzen, um Sicherheitsmaßnahmen an lokale Bedürfnisse anzupassen. „In der Medizin gibt es keine Sicherheit ohne Sorgfalt“, unterstreicht Carboni.

Die Ergebnisse spiegeln die Mission von CYMEDSEC wider, robuste Cybersicherheitslösungen für vernetzte medizinische Geräte zu entwickeln, die technisch sicher und an die Realitäten der Pflege angepasst sind. Der Ansatz zeigt, wie Pflege und Sicherheit, oft als gegensätzlich betrachtet, harmonisch vereint werden können, und bietet Impulse für zukünftige Entwicklungen im digitalen Gesundheitswesen.