Costa Rica hat sich zu einem der weltweit führenden Zentren für die Herstellung und den Export von Medizinprodukten entwickelt. Eine neue Studie der Handels- und Investitionsförderungsagentur PROCOMER zeigt, dass die Exporte medizinischer Geräte zwischen 2020 und 2024 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 22 Prozent erreichten und einen projected Wert von 8,675 Milliarden US-Dollar haben werden. Bis Oktober 2025 lagen die Exporte bereits bei 9,199 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr und höher als der Gesamtwert 2024.
Das Land ist damit der zehntgrößte Exporteur medizinischer Geräte weltweit und der führende auf Pro-Kopf-Basis. Medizinprodukte machen 48 Prozent aller Warenexporte Costa Ricas aus und werden in 88 Märkte geliefert, vor allem in die USA (66,5 Prozent), die Niederlande und Belgien. Wichtige Produktkategorien sind Nadeln, Katheter und Kanülen (41,5 Prozent), sonstige Medizinprodukte (30,8 Prozent) sowie Prothesen (14,5 Prozent).
Über 100 internationale Unternehmen aus Ländern wie den USA, Deutschland, Irland, Schweden und Japan produzieren in Costa Rica in Bereichen wie Endoskopie, Kardiologie, Orthopädie und Diagnostik. Das Land zieht 52 Prozent aller Neuinvestitionen in der Medizinbranche Lateinamerikas an und ist drittgrößter Empfänger ausländischer Direktinvestitionen in diesem Sektor.
Der Erfolg basiert auf politischer Stabilität, qualifiziertem Personal, erneuerbarer Energie, moderner Infrastruktur und einer starken lokalen Lieferkette. In weniger als einem Jahrzehnt hat Costa Rica die Exporte hochtechnologischer Medizinprodukte vervierfacht.
PROCOMER-CEO Laura López betonte, das Land exportiere Talente und Innovationen, die weltweit Leben verbessern, gestützt auf Stabilität, Qualität und hohe Wertschöpfung. Die Branche schaffe hochqualifizierte Jobs, fördere Technologietransfer und integriere lokale Zulieferer stärker in globale Ketten. Weiteres Wachstum wird durch internationale Nachfrage und Kooperationen erwartet.
