Merck & Co. hat am Freitag ein experimentelles Medikament erworben, das die B-Zellen des Immunsystems auslöschen soll. Der Deal verstärkt das wachsende Interesse der Branche an der Verwendung so genannter bispezifischer Antikörper zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen.
Gemäß den Bedingungen der Vereinbarung erwirbt Merck über eine Tochtergesellschaft die weltweiten Rechte an CN201 gegen eine Vorauszahlung von 700 Millionen US-Dollar in bar. Curon hat außerdem Anspruch auf Meilensteinzahlungen von bis zu 600 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit der Entwicklung und behördlichen Zulassung von CN201.
CN201 wird derzeit in klinischen Studien der Phase 1 und Phase 1b/2 zur Behandlung von Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) bzw. rezidivierter oder refraktärer akuter lymphatischer B-Zell-Leukämie (ALL) geprüft. Vorläufige Daten deuten darauf hin, dass CN201 bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem hämatologischen B-Zell-Malignom wirksam ist und gut verträglich ist. Es hat das Potenzial, eine signifikante und anhaltende Reduktion der B-Zell-Populationen herbeizuführen. Merck plant, CN201 als Behandlung für B-Zell-Malignome zu prüfen und sein Potenzial als neuartige, skalierbare Behandlungsoption für Autoimmunerkrankungen zu untersuchen.
CN201 ist ein neuartiger, auf CD3xCD19 abzielender, bispezifischer T-Zell-Aktivator-Antikörper, der B-Zellen gezielt angreifen und von T-Zellen eliminiert werden soll. CN201 wird derzeit in klinischen Studien der Phase 1 und Phase 1b/2 zur Behandlung von rezidiviertem oder refraktärem Non-Hodgkin-Lymphom bzw. rezidivierter oder refraktärer akuter lymphatischer Leukämie untersucht.
