Die US-Gesundheitsbehörde Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) hat die bundesweite Ausweitung des Comprehensive Care for Joint Replacement (CJR) Modells vorgeschlagen. Das neue CJR-X-Modell (Comprehensive Care for Joint Replacement Expanded) soll Patienten mit Original Medicare eine bessere und kostengünstigere Versorgung bei Hüft-, Knie- und Sprunggelenksersatz-Operationen ermöglichen.
Es wäre das erste landesweit verpflichtende episode-basierte Vergütungsmodell in der Original Medicare. Das ursprüngliche CJR-Modell war zum 31. Dezember 2024 ausgelaufen. Eine Evaluation der Leistungsjahre 2021 bis 2023 hatte Einsparungen von rund 112,7 Millionen US-Dollar für Medicare ergeben, bei gleichbleibender Qualität für mehr als 98.000 Patienten in 323 Krankenhäusern.
Das CJR-X-Modell soll im Fiscal Year 2027 Hospital Inpatient Prospective Payment System Final Rule finalisiert werden. Die Umsetzung ist für den 1. Oktober 2028 geplant. Mehr als 2.500 Krankenhäuser sollen daran teilnehmen.
Krankenhäuser würden künftig für die gesamten Kosten einer 90-tägigen Behandlungsepisode verantwortlich gemacht – von der Operation oder dem ambulanten Eingriff bis zur Nachsorge einschließlich Physiotherapie und Nachuntersuchungen. Ziel ist eine engere Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern, Ärzten und Nachsorgeeinrichtungen, eine bessere Koordination der Behandlungsübergänge sowie die Vermeidung unnötiger oder doppelter Leistungen wie vermeidbarer Wiederaufnahmen.
Episode-basierte Modelle sollen die Bezahlung stärker an Behandlungsergebnisse koppeln und die Gesundheitsversorgung insgesamt bezahlbarer machen.
