Peking, 7. April 2025 – China hat in den vergangenen Jahren in mehreren zentralen Forschungsbereichen die USA überholt und sich als führende Nation in der globalen Wissenschaftslandschaft etabliert. Offizielle Statistiken und Studien aus peer-reviewten Quellen zeigen, dass das Land vor allem in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Quantentechnologie und Materialwissenschaften die Nase vorn hat.
Ein Bericht der australischen Denkfabrik ASPI aus dem Jahr 2023 verdeutlicht, dass China in 54 von 64 kritischen Technologiefeldern weltweit führend ist Quelle: Statista, ASPI Critical Technology Tracker, 2023. Besonders in der Künstlichen Intelligenz (KI) zeigt sich der Vorsprung: Chinesische Forschungseinrichtungen veröffentlichen mittlerweile mehr KI-bezogene Arbeiten als ihre US-amerikanischen Pendants. Im Jahr 2021 entfielen auf China etwa 26 Prozent der weltweiten KI-Publikationen, während die USA nur noch rund 18 Prozent beisteuerten Quelle: Center for Security Studies, ETH Zürich. Dieser Trend hat sich bis 2025 fortgesetzt, unterstützt durch massive staatliche Investitionen in Höhe von über 620 Milliarden US-Dollar in Forschung und Entwicklung (F&E) im Jahr 2021 – ein Betrag, der den US-Ausgaben in diesem Sektor gefährlich nahekommt Quelle: UNESCO Science Report 2021.
Auch in der Quantentechnologie hat China Meilensteine erreicht. Das Land verfügt über das weltweit größte Netzwerk für Quantenkommunikation, das bereits 2023 über 2.000 Kilometer verband Quelle: Goethe-Institut, China’s Quantum Leap. Während die USA in der praktischen Anwendung dieser Technologie noch hinterherhinken, hat China erste funktionierende Quantencomputer vorgestellt, die in ihrer Rechenleistung mit den besten westlichen Modellen konkurrieren. Experten sehen hierin einen Wendepunkt, da die Volksrepublik ihre Grundlagenforschung konsequent in marktfähige Innovationen umsetzt.
Ein weiteres Feld, in dem China dominiert, ist die Materialwissenschaft. Die Entwicklung neuer Werkstoffe, etwa für die Energiewende oder die Luftfahrt, wird durch die schiere Menge an Patentanmeldungen unterstrichen: 2024 verzeichnete China über 40 Prozent der weltweiten Patentanmeldungen in diesem Bereich, doppelt so viele wie die USA Quelle: World Intellectual Property Organization, WIPO Statistics Database. Besonders in der Forschung zu zweidimensionalen Materialien wie Graphen hat das Land die Führung übernommen, was auch auf die hohe Anzahl an Forschenden zurückzuführen ist – über 2 Millionen Wissenschaftler arbeiten allein in diesem Sektor Quelle: National Science Foundation of China.
Die Gründe für Chinas Vorsprung liegen in einer strategischen Ausrichtung der Regierung, die seit Jahren auf wissenschaftliche Exzellenz setzt. Der „Made in China 2025“-Plan hat die Weichen gestellt Quelle: State Council of the People’s Republic of China, während die USA mit sinkenden F&E-Ausgaben im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt kämpfen – 2021 lagen diese bei etwa 3 Prozent, verglichen mit Chinas 2,4 Prozent, die jedoch durch eine effizientere Ressourcennutzung gestützt werden Quelle: OECD Science and Technology Indicators. Zudem profitieren chinesische Forscher von einem zentralisierten System, das schnelle Entscheidungen und groß angelegte Kooperationen ermöglicht.
Während die USA in Bereichen wie Biotechnologie und Raumfahrt weiterhin stark sind, zeigt der aktuelle Stand, dass China in der globalen Forschung nicht mehr nur mitspielt, sondern zunehmend das Tempo vorgibt. Die internationale Wissenschaftsgemeinde blickt gespannt auf die nächsten Jahre, in denen dieser Wettstreit die technologische Zukunft prägen wird.
