Frauen besser geschützt vor früher Neurodegeneration bei Parkinson: Internationale Studie zeigt Östrogen-Effekt
Eine umfassende internationale Studie mit fast 700 Teilnehmern hat erstmals nachgewiesen, dass Frauen mit einer Vorläufererkrankung des Parkinson-Syndroms signifikant weniger Hirnatrophie – also eine geringere Abnahme der kortikalen Dicke – aufweisen als Männer, trotz vergleichbarer klinischer Schweregrade. Die Ergebnisse, publiziert in Nature Communications, deuten auf einen schützenden Einfluss von Östrogen-rezeptor-verwandten Genen hin und könnten zu geschlechtsspezifischen Therapien führen. Dies eröffnet neue Perspektiven für die Prävention und Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen. iRBD als frühes Warnsignal: Einzigartiges Studienfenster Isoliertes REM-Schlaf-Verhaltensstörung (iRBD) zeichnet sich durch gewalttätige Bewegungen im Schlaf aus, bei denen Betroffene ihre Träume buchstäblich ausagieren. Diese Störung ist der zuverlässigste frühe Indikator für Neurodegeneration durch Ansammlung toxischer Proteine im Gehirn: Über 70 Prozent der Betroffenen entwickeln später Parkinson, Lewy-Körper-Demenz oder seltener multiple Systematrophie. Die Erkrankung betrifft Bewegungs-, Sinnes- und kognitive Funktionen und ermöglicht die Untersuchung schützender Mechanismen, bevor schwere Symptome auftreten. Das…

