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3D-Bildgebungssystem könnte die Einschränkungen von MRT, CT und Ultraschall überwinden

In einer vom National Institutes of Health (NIH) finanzierten Machbarkeitsstudie haben Forscher der  Keck School of Medicine der USC  und des California Institute of Technology (Caltech) gezeigt, dass sich mit einer innovativen, nicht-invasiven Technik schnell dreidimensionale Bilder des menschlichen Körpers von Kopf bis Fuß erstellen lassen. Die Technologie kombiniert Ultraschall und photoakustische Bildgebung, die durch Licht erzeugte Schallwellen erfasst, um gleichzeitig Bilder von Gewebe und Blutgefäßen zu gewinnen. Die Ergebnisse, die soeben in der Fachzeitschrift  Nature Biomedical Engineering veröffentlicht wurden , bergen das Potenzial, bestehende Lücken in der medizinischen Bildgebung zu schließen. Bildgebende Verfahren sind ein unverzichtbarer Bestandteil der modernen Medizin und tragen wesentlich zur Behandlung von Verletzungen, Infektionen, Krebs, chronischen Erkrankungen und vielem mehr bei. Doch die heutigen Goldstandardverfahren – Ultraschall, Röntgen, Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) – haben jeweils ihre Grenzen. Dazu gehören die Kosten und der Zeitaufwand für jede Untersuchung sowie… 

Alarmierende Gesetzeslücke bei Medizinal-Cannabis

Am 13. Januar 2026 hat der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) eine scharfe Pressemitteilung veröffentlicht, in der er massive Sicherheitsrisiken durch die aktuelle Praxis der Medizinal-Cannabis-Verordnung anprangert. Der Gesundheitsausschuss des Bundestages prüft am 14. Januar 2026 einen Gesetzentwurf zur Änderung des Medizinal-Cannabisgesetzes (MedCanG). Der DVR begrüßt diesen Schritt ausdrücklich – und fordert gleichzeitig, dass die sicherheitsrelevanten Regelungen „ohne Abstriche“ beschlossen werden. Die Kernbotschaft des DVR ist unmissverständlich: Ohne persönliche ärztliche Untersuchung, ohne leitliniengerechte Abklärung alternativer Therapien und ohne kontinuierliche fachärztliche Begleitung ist jede Fahrt unter Medizinal-Cannabis-Einfluss „ein rollendes Pulverfass“. Die Ausgangslage: Teillegalisierung und explosionsartiger Anstieg der Verordnungen Seit der Teillegalisierung von Cannabis im Jahr 2024 hat sich die Zahl der ärztlichen Verordnungen von Medizinal-Cannabis vervielfacht. Gleichzeitig hat sich eine hochproblematische Praxis etabliert: Viele Rezepte werden online ausgestellt – oft ohne persönliche Untersuchung, ohne ausreichende Diagnostik und ohne dass alternative Therapien ernsthaft geprüft… 

Genetischer Risikofaktor und Epstein-Barr-Virus lösen MS aus. Credits: LabNews Media LLC

Genetischer Risikofaktor und Epstein-Barr-Virus lösen MS aus

Multiple Sklerose (MS) gehört zu den komplexesten und am schwersten verstehbaren Autoimmunerkrankungen des Zentralnervensystems. Seit Jahren gilt eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) als der mit Abstand stärkste bekannte Umweltfaktor: Fast 100 % der MS-Patienten sind EBV-infiziert, während in der Allgemeinbevölkerung „nur“ etwa 95 % das Virus tragen. Eine symptomatische Erstinfektion im Jugend- oder jungen Erwachsenenalter (Pfeiffersches Drüsenfieber) erhöht das MS-Risiko um den Faktor 20–30. Dennoch reicht EBV allein nicht aus – die überwiegende Mehrheit der Infizierten entwickelt keine MS. Nun legen Forschende der Universität Zürich (UZH) unter Leitung von Roland Martin eine Arbeit vor, die erstmals auf molekularer Ebene zeigt, wie genau das Zusammenspiel zwischen dem Virus und einem der wichtigsten genetischen Risikofaktoren – dem HLA-DR15-Haplotyp – die Autoimmunreaktion gegen die Myelinscheide auslöst. Der Schlüssel: HLA-DR15 und die molekulare Mimikry HLA-DR15 ist der mit Abstand stärkste genetische Risikofaktor für… 

Lebensretter Blutwert: Die 10 wichtigsten Tumormarker

Lesen Sie die LabNews Übersicht zu den zehn wichtigsten Tumormarkern, deren mögliche Werte, Interpretation sowie die Verknüpfung mit anderen Blutwerten. Die Darstellung berücksichtigt aktuelle Leitlinien und diagnostische Praxis[1][2][3]. Was sind Tumormarker? Tumormarker sind körpereigene oder von Tumoren gebildete Stoffe, die im Blut, Urin oder Gewebe messbar sein können[4][5]. Sie unterstützen die Diagnosestellung, Verlaufsbeurteilung, Prognoseeinschätzung und das Erkennen von Rückfällen. Ihre Aussagekraft ist jedoch begrenzt, da sie auch bei gutartigen Erkrankungen, Entzündungen, Schwangerschaft oder etwa nach Operationen erhöht sein können[5][6]. 1. CEA (Carcinoembryonales Antigen) 2. CA 19-9 (Carbohydrate Antigen 19-9) 3. PSA (Prostata-spezifisches Antigen) 4. CA 125 (Cancer-Antigen 125) 5. CA 15-3 6. AFP (Alpha-Fetoprotein) 7. NSE (Neuronenspezifische Enolase) 8. CYFRA 21-1 9. hCG (Humanes Choriongonadotropin) 10. SCC (Squamous Cell Carcinoma Antigen) Tumormarker im Zusammenhang mit anderen Blutwerten Übersichtstabelle (Normwerte Erwachsene)[1] Tumormarker Normwert Hauptanwendung CEA <4,6/10 ng/ml Kolorektales CA, andere Karzinome… 

Ratgeber Blutbild: Laborwerte richtig erklärt

Die wichtigsten Laborwerte im Blutbild geben nicht nur Auskunft über einzelne Krankheitszustände, sondern deren Interpretation und Verhältnis zueinander erlaubt fundierte Rückschlüsse auf Infektionen, Anämien, Blutbildungsstörungen und chronische Erkrankungen[1][2][3]. Die 10 zentralen Blutwerte Interpretation im Gesamtbild Die wirkliche diagnostische Aussage entsteht erst durch die Analyse aller Werte im Zusammenhang. Beispielsweise zeigen niedrige Erythrozyten und Hb bei hohem MCV eine makrozytäre Anämie (oft Vitamin-B12-Mangel), während niedrige MCV und MCH auf Eisenmangel hindeuten[3][2][6]. Erhöhte Leukozyten in Kombination mit erhöhtem CRP weisen auf eine akute bakterielle Infektion hin; gleichzeitig erhöhte Thrombozyten verweisen oft auf eine Entzündung oder ein Trauma[2][5][1]. Bei chronischer Blutungsanämie sinken Thrombozyten, Erythrozyten, Hb und Hämatokrit, während sich bei Leukämien auffällige Überhöhungen der Leukozyten und Veränderungen im Blutbild zeigen[5][6][8]. Veränderungen der Cholesterin- und Triglyceride-Werte sind lebensstilabhängig, aber auch Indikatoren für Diabetes, Lebererkrankungen und Gefäßschäden[1][10]. Erkrankungen, die im Blutbild entdeckt werden Zusammenfassung und… 

Sex mit Prostituierten: HIV, HPV, Syphilis – Risiken vermeiden

Sex mit Prostituierten ist ein Thema, das sowohl gesundheitliche als auch gesellschaftliche und rechtliche Dimensionen umfasst. Dieser Artikel beleuchtet die medizinischen Risiken und Präventionsmaßnahmen, die mit dieser Praxis verbunden sind, und stützt sich auf seriöse wissenschaftliche Studien. 1. Gesundheitliche Risiken Sex mit Prostituierten kann das Risiko für sexuell übertragbare Infektionen (STIs) erhöhen, insbesondere wenn keine Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Zu den häufigsten STIs gehören: 2. Präventionsmaßnahmen Die Minimierung von Gesundheitsrisiken erfordert konsequente Vorsichtsmaßnahmen. Hier sind evidenzbasierte Empfehlungen: 3. Rechtliche und ethische Aspekte In Deutschland ist Prostitution seit 2002 legal und reguliert. Das Prostituiertenschutzgesetz (2017) verpflichtet Sexarbeiter:innen zu regelmäßigen Gesundheitsberatungen und Tests, was die Sicherheit für Klienten erhöht. Dennoch bleibt die Verantwortung für den eigenen Schutz bei den Klienten. Es ist wichtig, sich über die rechtlichen Rahmenbedingungen im jeweiligen Land zu informieren, da diese stark variieren. Ethisch betrachtet sollte der Umgang mit… 

Kanadisches Tool hilft Senioren, unnötige Medikamente zu reduzieren

Forscher der McGill University haben ein digitales Tool entwickelt und lizenzieren es nun. Damit soll die Einnahme von Medikamenten, die für Patienten unnötig oder sogar schädlich sein können, auf sichere Weise reduziert werden. Wenn Ärzte die Patientenakte überprüfen, markiert MedSafer potenziell ungeeignete Medikamente. In einer neuen klinischen Studie konnte mithilfe der Software 36 Prozent der Bewohner von Langzeitpflegeeinrichtungen auf solche Medikamente verzichten – fast dreimal so viele wie bei Überprüfungen ohne das Tool. „Manchmal geben wir dem Alter die Schuld für Gedächtnisverlust oder Mobilitätsprobleme, obwohl die wahre Ursache die Medikamente sind“, sagte die Hauptautorin Dr. Emily McDonald , außerordentliche Professorin in der medizinischen Fakultät der McGill University, Wissenschaftlerin am Forschungsinstitut des McGill University Health Centre (dem Institut) und leitende Ärztin am McGill University Health Centre. „Ich habe Patienten erlebt, die nach dem Absetzen eines sedierenden Medikaments zunächst kaum ansprechbar waren… 

Lebensgefahr durch Abnehmspritzen – die Übersicht

Die sogenannten „Abnehmspritzen“ auf Basis von GLP-1-Rezeptoragonisten (u.?a. Semaglutid, Liraglutid, Tirzepatid; Handelsnamen etwa Ozempic, Wegovy, Mounjaro) haben sich in der Adipositas- und Diabetestherapie etabliert – doch zunehmend werden schwerwiegende, teils lebensbedrohliche Nebenwirkungen berichtet. Gastrointestinale Katastrophen Zu den gravierendsten Komplikationen zählen akute Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis), Darmverschluss (Ileus) sowie Magenlähmungen (Gastroparese). Neben Übelkeit, Erbrechen und Durchfall können bei einzelnen Patientinnen und Patienten rasch lebensbedrohliche Zustände auftreten. Aktuelle Studien zeigen, dass das Risiko für eine Pankreatitis unter GLP-1-Agonisten gegenüber anderen Abnehmpräparaten um das bis zu 9-Fache erhöht sein kann. Bereits einzelne Todesfälle, die auf multiples Organversagen nach Pankreatitis zurückgeführt wurden, sind dokumentiert[1][2][3][4]. Auch der mechanische Darmverschluss trat klinisch auffällig häufiger auf: Durch die verlangsamte Magen-Darm-Passage unter dem Medikament kann sich ein Ileus entwickeln, mit dem Risiko eines Durchbruchs (Perforation) und Kreislaufschocks[2][3]. Die Folge sind Notfälle, die eine sofortige stationäre Therapie und chirurgisches… 

Lebensstiländerungen senken Herzrisiko bei Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes drastisch

Eine neue Studie der National University of Singapore (NUS) und der Harvard T.H. Chan School of Public Health, veröffentlicht am 5. August 2025 im Journal of the American Heart Association, zeigt, dass Frauen mit einer Vorgeschichte von Schwangerschaftsdiabetes (GDM) ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch gesunde Lebensgewohnheiten um bis zu 86 % senken können. Die Forschung, die über 4.300 Frauen aus der Nurses’ Health Study II über fast 28 Jahre begleitete, unterstreicht die Bedeutung von nachhaltigen Lebensstiländerungen. Schwangerschaftsdiabetes, eine häufige Komplikation mit erhöhtem Blutzucker während der Schwangerschaft, verdoppelt das Risiko für spätere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Studie untersuchte Frauen ohne vorbestehende Herzkrankheiten oder Diabetes und fand heraus, dass die konsequente Umsetzung von fünf Lebensstilfaktoren – gesundes Gewicht, Nichtrauchen, regelmäßige Bewegung, hochwertige Ernährung und mäßiger Alkoholkonsum – das Risiko für Herzinfarkte oder Schlaganfälle erheblich reduziert. Frauen, die alle fünf Faktoren dauerhaft befolgten, erlitten während… 

Milchsäure als Schlüssel zur Stärkung der Krebsimmuntherapie

Eine bahnbrechende Studie, veröffentlicht am 9. Juni 2025 in der Zeitschrift Frontiers of Medicine, zeigt, dass Milchsäure (Laktat) weit mehr als ein Nebenprodukt des Stoffwechsels ist: Sie spielt eine zentrale Rolle in der Tumor-Immun-Kommunikation und beeinflusst die Wirksamkeit von Krebstherapien. Forscher zeichnen die historische Entwicklung von Laktat – von seiner Entdeckung 1780 bis zur Erkenntnis 2019, dass es Histone modifiziert – nach und beleuchten seine vielfältigen Funktionen im Tumormikromilieu (TME). Laktat, das durch hohen glykolytischen Fluss in Tumoren entsteht, wird zusammen mit Protonen über den Monocarboxylattransporter 4 (MCT4) ausgeschieden, wodurch das extrazelluläre Milieu angesäuert wird. Dieser saure pH-Wert baut die extrazelluläre Matrix ab, behindert die Aufnahme von Medikamenten und neutralisiert Chemotherapeutika. Gleichzeitig nutzen Krebszellen Laktat als Energiequelle, fördern DNA-Reparaturmechanismen und verstärken durch Signalwege wie GPR81 die Expression von PD-L1, was die Immunabwehr schwächt. Die Studie zeigt, dass Laktat verschiedene Immunzellen…