Cybersicherheit in der Labormedizin: Die Risiken
Die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung in der Labormedizin bringt neben vielen Vorteilen auch neue Sicherheitsrisiken mit sich. Medizinische Labore sind aufgrund ihrer kritischen Rolle in der Gesundheitsversorgung und der sensiblen Daten, die sie verarbeiten, zu attraktiven Zielen für Cyberangriffe geworden. Aktuelle Bedrohungslandschaft Laboratorien sehen sich einer Vielzahl von Cyberbedrohungen gegenüber: – Ransomware-Angriffe: Kriminelle verschlüsseln Labordaten und fordern Lösegeld für die Freigabe. Ein solcher Angriff kann den Laborbetrieb lahmlegen und die Patientenversorgung gefährden[1]. – Datendiebstahl: Sensible Patientendaten und Forschungsergebnisse sind für Cyberkriminelle wertvoll. Ein Beispiel ist der Angriff auf LifeLabs in Kanada 2019, bei dem Daten von 15 Millionen Kunden gestohlen wurden[2]. – Manipulation von Geräten: Angreifer könnten versuchen, Laborgeräte zu manipulieren und so Testergebnisse zu verfälschen. 2021 wurde eine Schwachstelle in Infusionspumpen entdeckt, die eine Fernmanipulation der Medikamentendosierung ermöglichte[6]. Schwachstellen in der Laborinfrastruktur Mehrere Faktoren machen Labore besonders verwundbar: 1.…



