Zum Inhalt springen

PSMA-PET/CT ermöglicht präzise Steuerung der Salvage-Therapie bei rezidivierendem Prostatakarzinom

Eine retrospektive Analyse aus dem renommierten UCLA Jonsson Comprehensive Cancer Center liefert klare Evidenz dafür, dass routinemäßige PSMA-PET/CT-Untersuchungen bei Patienten mit biochemischem Rezidiv nach radikaler Prostatektomie die Behandlungsentscheidungen grundlegend verbessern können. Die im Februar 2026 erschienene Studie im Journal of the National Comprehensive Cancer Network (JNCCN) demonstriert, dass der anatomische Nachweis von Rezidivlokalisationen durch PSMA-PET/CT das progressionsfreie Überleben (PFS) signifikant besser vorhersagt als traditionelle Parameter wie PSA-Wert oder PSA-Verdopplungszeit. Die Ergebnisse unterstützen einen Paradigmenwechsel hin zu einer individualisierten, bildgebungsgeführten Therapie und könnten langfristig die Rate unnötiger Nebenwirkungen senken. Studiendesign und Patientenpopulation Die Untersuchung basiert auf den Daten von 113 Patienten, die zwischen 2016 und 2021 am UCLA wegen eines biochemischen Rezidivs (steigender PSA-Wert nach radikaler Prostatektomie) mit PSMA-PET/CT untersucht und anschließend einer Salvage-Radiotherapie (SRT) unterzogen wurden. Alle Patienten wurden prospektiv in früheren PSMA-Studien erfasst, was eine hohe Qualität und Vergleichbarkeit… 

BMI OrganBank präsentiert vielversprechende präklinische Daten zur OrganBank Kidney-Plattform

Am 9. Februar 2026 hat BMI OrganBank, ein US-amerikanisches Medizintechnik-Unternehmen mit Sitz in Winston-Salem, North Carolina, neue präklinische Ergebnisse zu seiner OrganBank Kidney-Plattform veröffentlicht. Die Daten wurden auf dem Winter Symposium der American Society of Transplant Surgeons (ASTS) im Januar 2026 präsentiert und zeigen in einem etablierten porzinen Nieren-Auto-Transplantationsmodell eine signifikante Reduktion der verzögerten Graft-Funktion (Delayed Graft Function, DGF) im Vergleich zum aktuellen Standard der hypothermen Maschinenperfusion. Hintergrund und Technologie Die OrganBank Kidney-Plattform ist ein portables Gerät zur Erhaltung und Bewertung von Spender-Nieren. Im Gegensatz zur konventionellen kalten Lagerung oder hypothermen Maschinenperfusion (bei etwa 4–8 °C) arbeitet das System bei Raumtemperatur (room-temperature machine perfusion, RTMP). Es nutzt eine blutlose, oxygenierte, pulsatile Perfusion mit einer azellulären Lösung, die Sauerstoff gelöst transportiert, ohne dass ein Sauerstoffträger wie Blut oder Hämoglobin erforderlich ist. Die pulsatile Komponente simuliert den natürlichen Herzschlag, um einen physiologisch… 

Gemeinsame europäische Strategie für Open-Science-Bewertung dringend nötig

Barcelona. Eine einheitliche, abgestimmte Strategie zur Bewertung von Forschung in Europa ist entscheidend, um das wissenschaftliche Ökosystem nachhaltig zu verbessern. Das zeigt eine vergleichende Studie unter Leitung der Universitat Oberta de Catalunya (UOC), an der auch Forscher der Universität Barcelona, des CSIC und der Universität Navarra beteiligt waren. Die Ergebnisse erschienen am 9. Februar 2026 open access in der Zeitschrift Ibersid. Europa hat sich vor 20 Jahren als Vorreiter für Open Science positioniert – freier Zugang zu Publikationen, Daten und Methoden. Doch die Umsetzung von Reformen verläuft uneinheitlich: Während Länder wie Großbritannien, Finnland, die Niederlande und Norwegen bereits weit fortgeschritten sind, halten andere an traditionellen, quantitativen Bewertungsmodellen (z. B. Impact-Faktor, Zitationszahlen) fest. Die Studie analysiert die Ansätze in diesen vier Pionierländern sowie in Spanien, das kürzlich gesetzliche Schritte unternommen hat. Sie beleuchtet Themen wie Open Access, Citizen Science und gesellschaftlicher… 

Neue Förderrichtlinie „KMU-innovativ: Medizintechnik“ im Rahmen der Hightech Agenda Deutschland

Berlin. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat eine neue Förderrichtlinie zur Unterstützung innovativer Projekte im Bereich Medizintechnik veröffentlicht. Die Bekanntmachung erschien am 6. Februar 2026 im Bundesanzeiger und ersetzt die vorherige Richtlinie vom 30. Juli 2024. Förderziel und ZweckDie Richtlinie soll die Innovationskraft kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in der Medizintechnik stärken und den Transfer von Forschung in marktfähige Produkte beschleunigen. Gefördert werden risikoreiche, vorwettbewerbliche Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die neue Medizinprodukte, In-vitro-Diagnostika oder digitale medizintechnische Lösungen entwickeln. Diese sollen einen klaren Beitrag zur Verbesserung der Patientenversorgung in den Bereichen Prävention, Diagnostik, Therapie, Monitoring, Nachsorge und Pflege leisten. Die Förderung ist thematisch breit angelegt und offen für technologieübergreifende, anwendungsbezogene Vorhaben. Sie unterstützt die Ziele der Hightech Agenda Deutschland sowie der nationalen Pharma- und Medizintechnikstrategie. Besonders erwünscht sind Kooperationen zwischen KMU, Forschungseinrichtungen, Kliniken und Gesundheitsversorgungspartnern. Wichtigste Regelungen Die Richtlinie… 

Lymphdrainage: Neue Lymphknotenstruktur entdeckt

Sendai. Ein Forschungsteam der Universität Tohoku hat eine bislang unbekannte Struktur in Lymphknoten identifiziert: intranodale lymphovenöse Shunts (inLVS). Diese direkten Verbindungen zwischen Lymphsinus und Venen innerhalb der Lymphknoten ermöglichen einen Umgehungsweg für die Lymphflüssigkeit – ein Befund, der das bisherige Modell der einseitigen Lymphdrainage grundlegend infrage stellt. Die Entdeckung wurde am 4. Februar 2026 im Journal of Pathology veröffentlicht. Das Team um Dr. Ariunbuyan Sukhbaatar, Prof. Tsuyoshi Sugiura und Prof. Tetsuya Kodama untersuchte alle 22 Lymphknotentypen des Körpers mittels hochauflösender Bildgebung (Mikro-Computertomographie, Eisen-Nanopartikel-Kontrast) an einem Mausmodell, das menschlichen Lymphknotenstrukturen sehr ähnelt. Bisher ging man davon aus, dass Lymphflüssigkeit ausschließlich über die hoch-endothelialen Venolen (HEV) in den Lymphsinus gelangt und letztlich in die Vena subclavia mündet. Die neuen Shunts zeigen jedoch, dass Lymphflüssigkeit direkt in Venen innerhalb des Lymphknotens fließen kann. „Der intranodale lymphovenöse Shunt ist ein Umgehungsweg, der unsere Vorstellungen… 

Faseroptische Biosensoren: Auf dem Weg zum Labor in der Tränenflüssigkeit

Tränenflüssigkeit entwickelt sich zunehmend zu einer attraktiven Quelle diagnostischer Informationen, da sie einfach und nicht-invasiv gewonnen werden kann. Veränderungen in der Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit spiegeln häufig zugrunde liegende physiologische Zustände wider, wodurch Tränenflüssigkeit ein wertvolles Medium zur Überwachung von Augenerkrankungen darstellt. Der neu entwickelte Biosensor zielt auf zwei Proteine ab, die mit diabetischer Retinopathie in Verbindung stehen: Durch die gleichzeitige Erfassung beider Biomarker liefert das System im Vergleich zu herkömmlichen Einzelzieltests ein umfassenderes Bild der Netzhautgesundheit.Eine miniaturisierte faseroptische Sensorplattform Die Technologie basiert auf aus optischen Fasern gefertigten, halbverteilten Interferometersensoren (SDI). Diese miniaturisierten Geräte sind leicht, unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen und eignen sich für die Vor-Ort-Überwachung. Nach der Herstellung funktionalisierten die Forscher die Faserspitzen mit spezifischen Antikörpern, wodurch eine selektive Bindung an die Zielbiomarker ermöglicht wurde. Wenn Proteine ??an die Sensoroberfläche binden, ändert sich das optische Signal – dies erlaubt eine… 

ManpowerGroup-Report: Versorgungssicherheit im Gesundheitssektor hängt von gezieltem KI-Einsatz ab

Düsseldorf. Der Fachkräftemangel im Gesundheits- und Life-Sciences-Sektor gefährdet weltweit zunehmend die Versorgungssicherheit. Gleichzeitig bietet Künstliche Intelligenz (KI) großes Potenzial zur Entlastung – wird jedoch nur von wenigen Unternehmen strategisch genutzt. Das zeigt der aktuelle „World of Work Outlook 2026 – Ausblick für die Gesundheits- und Life-Sciences-Branche“ der ManpowerGroup. Laut Report haben 77 Prozent der Arbeitgeber im Gesundheits- und Life-Sciences-Bereich Schwierigkeiten, qualifizierte Fachkräfte zu finden – besonders in Pflegeberufen, bei medizinischen Spezialisten sowie in daten- und technologieaffinen Rollen. Nur 19 Prozent der Unternehmen setzen KI umfassend ein, um Recruiting- und Einstellungsprozesse zu optimieren. „Der Fachkräftemangel gefährdet nicht nur Wachstum, sondern zunehmend auch die Versorgungssicherheit – gerade in Europa“, sagt dazu Iwona Janas, Country Manager der ManpowerGroup Deutschland. KI könne entlasten, ersetze aber keine Menschen: Ethisches Urteilsvermögen, Patientenorientierung und Kommunikationsfähigkeit blieben unverzichtbar und schwer automatisierbar. Der Report betont die Notwendigkeit einer vorausschauenden… 

LabNews.AI Launches as Independent AI-Focused News Platform

LabNews.AI, a non-profit, independent news website operated by LabNews Media LLC (Albuquerque, New Mexico), has launched to cover AI-related developments in analytics, biotechnology, laboratory medicine, space omics, and life sciences. The platform targets the German-speaking community in the USA and beyond, publishing content in both English and German. Key features: The site builds on LabNews Media LLC’s earlier launches: LabNews.AI prioritizes transparency and has adopted an open-access policy allowing unrestricted use of its content for AI training (no cost, no mandatory attribution since December 2025). The platform positions itself as a trusted source for accurate, non-sensational journalism in emerging AI-life-sciences intersections. Sources

Reichtum an organischen Molekülen in ferner Galaxie

La Jolla/Oxford. Das James-Webb-Weltraumteleskop (JWST) hat in der stark abgeschirmten Kernregion der ultraleuchtstarken Infrarot-Galaxie IRAS 07251–0248 eine bisher unerreichte Vielfalt kleiner organischer Moleküle nachgewiesen. Das berichtet die Fachzeitschrift Nature Astronomy in ihrer Ausgabe vom 6. Februar 2026. Das Team um Ismael García Bernete (ehemals University of Oxford, jetzt Centro de Astrobiología CAB, CSIC-INTA) nutzte Spektren im Bereich 3–28 Mikrometer (NIRSpec und MIRI). Die tief in Staub und Gas verborgene Galaxie wird durch einen supermassiven Schwarzen Loch im Zentrum extrem hell im Infrarot, doch das Licht wird fast vollständig absorbiert – JWST durchdringt diese Hülle. Ergebnisse: Die beobachteten Abundanzen übersteigen aktuelle Modelle deutlich. Die Autoren sehen kosmische Strahlung als Hauptursache: Sie fragmentiert polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAHs) und kohlenstoffreiche Staubkörner und setzt kleine Moleküle frei. Dies korreliert mit der Ionisationsstärke in vergleichbaren Galaxien. Solche extrem staubigen Galaxienkerne könnten als „Fabriken“ für organische… 

DOJ-Epstein-Dokumente belegen Verbindungen nach Deutschland

Die vom US-Justizministerium 2025/2026 freigegebenen Epstein-Dokumente zeigen begrenzte, aber dokumentierte Verbindungen Jeffrey Epsteins nach Deutschland – vor allem zu einem bekannten KI-Forscher und indirekt zu Wirtschafts- und Medienkreisen. Es gibt keine Hinweise auf Beteiligung deutscher Wissenschaftler an Straftaten. Hauptverbindung: Weitere Deutschland-Bezüge (aus Medienberichten zu den Files): Keine prominenten deutschen Universitäten (z. B. Max-Planck-Gesellschaft) oder weitere Wissenschaftler werden in den veröffentlichten Files direkt als Epstein-Empfänger oder enge Kontakte genannt. Die Verbindungen bleiben auf Bach und wirtschaftliche Kreise beschränkt. Die Files belegen zudem Verbindungen Epsteins zu US Elite-Forschungseinrichtungen. Verifizierte Quellen (Stand Februar 2026):