PSMA-PET/CT ermöglicht präzise Steuerung der Salvage-Therapie bei rezidivierendem Prostatakarzinom
Eine retrospektive Analyse aus dem renommierten UCLA Jonsson Comprehensive Cancer Center liefert klare Evidenz dafür, dass routinemäßige PSMA-PET/CT-Untersuchungen bei Patienten mit biochemischem Rezidiv nach radikaler Prostatektomie die Behandlungsentscheidungen grundlegend verbessern können. Die im Februar 2026 erschienene Studie im Journal of the National Comprehensive Cancer Network (JNCCN) demonstriert, dass der anatomische Nachweis von Rezidivlokalisationen durch PSMA-PET/CT das progressionsfreie Überleben (PFS) signifikant besser vorhersagt als traditionelle Parameter wie PSA-Wert oder PSA-Verdopplungszeit. Die Ergebnisse unterstützen einen Paradigmenwechsel hin zu einer individualisierten, bildgebungsgeführten Therapie und könnten langfristig die Rate unnötiger Nebenwirkungen senken. Studiendesign und Patientenpopulation Die Untersuchung basiert auf den Daten von 113 Patienten, die zwischen 2016 und 2021 am UCLA wegen eines biochemischen Rezidivs (steigender PSA-Wert nach radikaler Prostatektomie) mit PSMA-PET/CT untersucht und anschließend einer Salvage-Radiotherapie (SRT) unterzogen wurden. Alle Patienten wurden prospektiv in früheren PSMA-Studien erfasst, was eine hohe Qualität und Vergleichbarkeit…
