Während die psychische Gesundheitskrise bei jungen Menschen in den USA anhält, suchen die Anbieter weiterhin nach Möglichkeiten, Lücken in der Versorgung zu schließen. Patienten, die wegen Selbstmordgedanken und -verhalten behandelt werden, benötigen nach ihrer Entlassung aus der stationären Behandlung oder der Notaufnahme zusätzliche Unterstützung in der Übergangsphase.
Caring Contacts sind validierende Nachrichten, die Patienten per SMS, Postkarte oder Brief zugesandt werden, um ihnen fortlaufende Betreuung und Unterstützung anzubieten, ohne dass irgendwelche Anforderungen gestellt werden (wie etwa Erinnerungen an den nächsten Termin). Bei Nationwide Children’s wurde Caring Contacts in einem textbasierten Format als Teil der Qualitätsverbesserungsarbeit des Krankenhauses „Zero Suicide“ implementiert. „Zero Suicide“ ist ein Rahmenwerk bewährter Verfahren in der Suizidvorsorge, das nachweislich die Zahl der Suizide in Gesundheitssystemen senkt und Elemente wie routinemäßige Patientenuntersuchungen auf Suizidrisiko umfasst, gefolgt von einer evidenzbasierten Beurteilung und einem Sicherheitsplan, wenn die Patienten positiv getestet werden.
In einer heute im JMIR Pediatrics and Parenting veröffentlichten Studie beschrieb ein Mitarbeiter des Center for Suicide Prevention and Research (CSPR) am Nationwide Children’s Hospital die Einführung eines automatisierten Caring Contacts-SMS-Systems und fand heraus, dass die Intervention suizidgefährdeten Jugendlichen während einer Zeit erhöhten Risikos Hoffnung und Unterstützung vermittelte. Laut der Studie sind diese Intervention und ähnliche Bemühungen zur Verbesserung der Betreuungsübergänge entscheidend für die Verbesserung der Ergebnisse der Suizidprävention bei Jugendlichen.
Mehr als 1.700 Patienten haben das Caring Contacts-Programm während des Untersuchungszeitraums abgeschlossen. Als Ergebnis der Zufriedenheitsumfragen nach den SMS gaben 83 % der Befragten an, mäßig bis sehr zuversichtlich zu sein, und 88 % gaben an, sich mäßig bis sehr unterstützt zu fühlen. Bemerkenswert ist, dass 92 % der Befragten angaben, dass Gleichaltrigen diese SMS helfen würden, und 86 % gaben an, auch in Zukunft Nachrichten erhalten zu wollen, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten. Die niedrigste Anmelderate wurde bei 13-Jährigen verzeichnet, während die höchste Anmelderate bei 18-Jährigen zu verzeichnen war, und die Anmelderate war bei Frauen (54 %) höher als bei Männern (48 %).
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