Butterfly Medical, ein israelisches Medizintechnik-Unternehmen mit Sitz in Yokneam, hat ein neuartiges, implantierbares Gerät zur Behandlung der benignen Prostatahyperplasie (BPH) entwickelt. Das Butterfly-Implantat gilt als nächste Generation minimalinvasiver Therapie und erfordert weder Gewebeschnitt noch -entfernung.
Das System zieht die seitlichen Prostatalappen zurück, ohne Gewebe zu schneiden, zu verbrennen oder zu punktieren. Es ist vollständig reversibel, kann unter Lokalanästhesie in Klinik, ambulantem Operationszentrum oder Krankenhaus eingesetzt werden und ist einfach erlernbar. Das Unternehmen betont die Möglichkeit späterer Interventionen und die Erhaltung zukünftiger Behandlungsoptionen.
Das Gerät trägt bereits die CE-Kennzeichnung für Europa. In den USA gilt es als Prüfprodukt und unterliegt der Einschränkung auf investigativen Gebrauch gemäß US-Bundesrecht.
BPH betrifft etwa 50 Prozent der Männer über 60 Jahre und mehr als 70 Prozent der Männer über 70 Jahre. Weltweit leiden rund 30 Millionen Männer unter Symptomen, von denen etwa 25 Prozent aktiv eine Behandlung suchen. Die Erkrankung beeinträchtigt die Lebensqualität erheblich.
Das Management wird von Patrick MacCarthy (CEO) geleitet, der mehr als 20 Jahre Medizintechnik-Erfahrung mitbringt und zuletzt als Business Unit VP Urology & GYN bei Olympus tätig war. Weitere Schlüsselpersonen sind COO Idan Geva, Chairman Shimon Eckhouse, CMO und Mitgründer Adrian Paz MD sowie Mitgründer Yehuda Bachar.
Butterfly Medical hat kürzlich eine Förderung des Europäischen Innovationsrats (EIC) erhalten: bis zu 2,5 Millionen Euro als nicht-verwässernder Zuschuss sowie Beteiligung an künftigen Finanzierungsrunden. Zudem wurde das Unternehmen 2024 auf der Jahrestagung der American Urological Association (AUA) in San Antonio präsentiert.
Die Informationen stammen von der Unternehmenswebsite butterfly-medical.com (Stand Februar 2026).
