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Bundesforschungsministerium startet Gründungsoffensive für Biotechnologie

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat die neue Gründungsoffensive „GO-Bio next“ gestartet. Bis 2032 stehen über 100 Millionen Euro bereit, um Wissenschaftler bei der Umwandlung biotechnologischer Forschungsergebnisse in marktfähige Unternehmen zu unterstützen und Deutschland zum führenden Biotech-Standort zu machen.

Die Förderung erfolgt in zwei Phasen mit je bis zu drei Jahren Laufzeit: Phase I unterstützt die eigentliche Firmengründung, Phase II die Etablierung und Skalierung des Unternehmens. Das Programm baut auf dem seit 2005 laufenden Vorgänger „GO-Bio“ auf, aus dem 44 Gründungen mit einer Quote von über 77 Prozent hervorgingen – darunter Erfolge wie BioNTech, Rigontec und CatalYm.

Nach einer umfassenden Evaluation wurde das Konzept weiterentwickelt: Es gibt häufigere Auswahlrunden, intensiveres Coaching sowie die Möglichkeit eines Direkteinstiegs in Phase II. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär betonte, dass Biotechnologie eine Schlüsseltechnologie sei und der Transfer vom Labor in die Wirtschaft durch die langen Entwicklungszeiten und hohen Kapitalbedarf besondere Unterstützung brauche.

In der ersten Auswahlrunde starten sechs Projekte mit insgesamt rund 22,5 Millionen Euro:

  • INNOPAK: Präzisionsantikörper gegen antibiotikaresistente Pseudomonas-Bakterien (Universität zu Köln)
  • DNAmazing: DNAzyme-Plattform für Krebstherapien (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
  • EDGE: Universelles Gentherapie-Übertragungsvehikel (Helmholtz Zentrum München)
  • KISSEN: Skalierbares System für Zelltherapien (BioThrust GmbH)
  • HeartGate: Minimal-invasive Herzunterstützungssysteme (Universitätsklinikum Freiburg)
  • Senolytika-3: Wirkstoffe gegen Tumorrückfälle (Freie Universität Berlin)

Weitere Auswahlrunden folgen. Das Programm ist Teil der Hightech Agenda Deutschland und soll die medizinische Souveränität stärken.