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Borreliose: Symptome und Laborwerte

Borreliose ist eine durch Zecken übertragene bakterielle Infektionskrankheit, die verschiedene Organsysteme betreffen kann. Die Erkrankung verläuft typischerweise in mehreren Stadien mit unterschiedlichen Symptomen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung ist wichtig, um Komplikationen zu vermeiden.


Symptome


Die Symptome der Borreliose können vielfältig sein und treten oft in verschiedenen Stadien auf:

Frühstadium (Stadium I)


Wanderröte (Erythema migrans): Eine ringförmige, sich ausbreitende Hautrötung um die Einstichstelle, die bei etwa 90% der Erkrankten auftritt
Grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen, Abgeschlagenheit
Lymphknotenschwellungen


Erweitertes Frühstadium (Stadium II)


Mehrfache Hautrötungen (polytope Erytheme)
Gelenkentzündungen (Arthritis)
Nervenentzündungen (Neuritiden) mit möglichen Lähmungserscheinungen, insbesondere Gesichtslähmung
Herzbeschwerden wie Herzrhythmusstörungen (selten)


Spätstadium (Stadium III)


Chronische Gelenkentzündungen, vor allem der Kniegelenke
Chronische Hautentzündungen (Acrodermatitis chronica atrophicans)
Anhaltende neurologische Symptome wie Taubheitsgefühle, Seh- oder Hörstörungen


Laborwerte und Diagnostik

Die Diagnose der Borreliose basiert auf einer Kombination aus klinischen Symptomen, Anamnese und Laboruntersuchungen:


Antikörpertests


IgM-Antikörper: Werden in frühen Stadien der Infektion gebildet, können aber auch über Jahre nachweisbar bleiben


IgG-Antikörper: Treten in späteren Stadien auf und können ebenfalls lange im Blut verbleiben


Bestätigungstests


Borrelia-burgdorferi-Antikörper-Immunoblot: Dient zur Bestätigung positiver Screening-Ergebnisse


Weitere diagnostische Verfahren


ELISpot: Misst die Reaktion spezifischer Abwehrzellen auf Borrelien-Antigene


CD-57-positive Lymphozyten: Können bei chronischer Borreliose vermindert sein


PCR-Test: Kann Borrelien-DNA in verschiedenen Körperflüssigkeiten nachweisen


Zeitpunkt der Testung


Direkt nach dem Zeckenstich: Blutentnahme zur Bestimmung des Ausgangsstatus der Antikörper


4-6 Wochen nach dem Zeckenstich: Erneute Antikörperbestimmung, da sich Antikörper erst nach dieser Zeit bilden


Die Ist oft komplex und sollte daher im Zusammenhang mit den klinischen Symptomen erfolgen. Ein negativer Antikörpertest schließt eine Borreliose nicht vollständig aus, insbesondere in frühen Stadien der Infektion.


Die frühzeitige Erkennung und Behandlung der Borreliose mit Antibiotika ist entscheidend, um schwere Krankheitsverläufe und chronische Folgen zu verhindern. Bei Verdacht auf eine Borreliose-Infektion sollte daher umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

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