Eine neue Studie in Medicine in Microecology zeigt, wie Bioinformatik und Omics-Technologien die Forschung zu Lepra vorantreiben. Ein Team unter Leitung von Rousilândia de Araújo Silva und Cristiane Moutinho-Melo vom Zentrum für Biowissenschaften der Universität Pernambuco analysierte zwei Jahrzehnte (2001–2021) an Forschungsdaten und identifizierte bedeutende Fortschritte bei der Aufklärung der Biologie von Mycobacterium leprae (M. leprae).
Die Studie, basierend auf 23 ausgewählten Arbeiten aus der Web of Science-Datenbank, hebt hervor, dass vergleichende Genomik einzigartige Gene wie ML2613 entdeckte, die als potenzielle therapeutische Ziele dienen könnten. Zudem wurde das rekombinante Antigen rMLP15 als Biomarker validiert, der die Diagnose und Differenzierung zwischen paucibazillären und multibazillären Patienten ermöglicht. Weitere Erkenntnisse umfassen die Vorhersage von Resistenzmechanismen gegen Medikamente und die Entwicklung von In-Silico-Werkzeugen für Diagnostik und Therapie.
Die Forscher betonen, dass seit 2016, parallel zur WHO-Strategie zur Lepra-Bekämpfung, die Publikationen gestiegen sind, insbesondere in Ländern wie Indien, Brasilien und China, die für die meisten Fälle verantwortlich sind. Die Studie fordert verstärkte Investitionen in computergestützte Ansätze, um sensiblere Diagnosetests und effektivere Behandlungen zu entwickeln, angesichts der weltweit 182.815 neuen Fälle im Jahr 2023.
Quelle: de Araújo Silva, R., et al. (2025). Bioinformatics and omics revolutionizing leprosy research: Unveiling mechanisms and driving therapeutic innovations. Medicine in Microecology, 26, 100145. DOI: 10.1016/j.medmic.2025.100145
