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Bestätigung jahrzehntealter Modelle zur solaren Rekonnexion gelungen

Eine neue Studie unter der Leitung des Southwest Research Institute (SwRI) hat jahrzehntealte theoretische Modelle zur magnetischen Rekonnexion in der Sonnenatmosphäre bestätigt. Die in Nature Astronomy (DOI: 10.1038/s41550-025-02623-6) veröffentlichten Ergebnisse nutzten Daten der NASA-Mission Parker Solar Probe (PSP), die als erste Raumsonde die obere Sonnenatmosphäre durchflog, um entscheidende Lücken in der Erforschung dieses Prozesses zu schließen, der Sonneneruptionen und koronale Massenauswürfe auslöst.

Magnetische Rekonnexion ist ein Phänomen, bei dem Magnetfeldlinien in einem Plasma auseinanderbrechen und sich neu verbinden, wodurch gespeicherte Energie freigesetzt wird. Diese Energie treibt Weltraumwetterphänomene wie Sonneneruptionen an, die Satelliten, Kommunikationssysteme und Stromnetze auf der Erde beeinträchtigen können. Die PSP lieferte im September 2022 einzigartige Messungen während eines gewaltigen Sonnenereignisses, das es Forschern ermöglichte, die Eigenschaften von Plasma und Magnetfeldern in einer Rekonnexionsregion detailliert zu analysieren. Ergänzende Beobachtungen der Solar Orbiter-Mission der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) unterstützten die Analyse.

Die Ergebnisse bestätigen theoretische Modelle, die seit fast 70 Jahren entwickelt wurden, und liefern neue Einschränkungen für zukünftige Simulationen. Die Messungen verbinden erstmals Rekonnexionsprozesse auf Sonnenskala mit denen in der erdnahen Magnetosphäre, die durch die NASA-Mission Magnetospheric Multiscale untersucht wurden. Dies eröffnet neue Wege, um die Energieübertragung und Teilchenbeschleunigung in der Sonnenkorona besser zu verstehen und die Vorhersage von Weltraumwetterereignissen zu verbessern.

Die Forscher planen, weitere Analysen durchzuführen, um zu prüfen, ob Rekonnexion in den untersuchten Sonnenregionen mit Turbulenzen oder Magnetfeldschwankungen zusammenhängt. Diese Erkenntnisse könnten die Vorhersage von Sonnenaktivitäten und deren Auswirkungen auf die Erde weiter verbessern.

Die Parker Solar Probe ist Teil des NASA-Programms „Living with a Star“, das vom Goddard Space Flight Center geleitet wird. Die Mission wird vom Applied Physics Laboratory der Johns Hopkins University betrieben.


Quelle:

DOI: 10.1038/s41550-025-02623-6


Schlüsselwörter: Magnetische Rekonnexion, Sonneneruptionen, Weltraumwetter, Parker Solar Probe