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Bakterienverstärkte Graphenoxid-Nanopartikel zur Tumorbekämpfung

Moderne Krebsbehandlungen gehen über die traditionelle Chemotherapie hinaus und umfassen gezielte Ansätze wie Immuntherapie, Strahlentherapie und photothermische Therapie. Graphenoxid (GO), bekannt für seine Biokompatibilität, hohe photothermische Umwandlungseffizienz und große Oberfläche, hat sich als vielversprechendes Material sowohl für die Arzneimittelverabreichung als auch für die thermische Tumorzerstörung herausgestellt. Seine klinische Anwendung bleibt jedoch aufgrund von Herausforderungen bei der Dispergierung und der Massenproduktion begrenzt.

Um diese Einschränkungen zu überwinden, haben Professor Eijiro Miyako und sein Forschungsteam vom Japan Advanced Institute of Science and Technology (JAIST) ein neuartiges GO-Nanokomposit entwickelt, das mit bakteriellen Komponenten angereichert ist. Dieser Artikel wurde am 21. März 2025 online verfügbar gemacht und wird am 5. Mai 2025 in Band 238, Ausgabe 5 der Zeitschrift Carbon veröffentlicht . Die Studie hebt hervor, wie bakterielle Eigenschaften die Wirksamkeit von GO in der Krebstherapie verbessern. Bestimmte Bakterien stimulieren auf natürliche Weise Immunreaktionen und verbessern aufgrund ihrer amphiphilen Zellkomponenten die Dispergierbarkeit von GO.

Auf Basis dieses Konzepts entwickelten die Forscher ein GO-basiertes Nanokomposit, das bakterielle Komponenten von Cutibacterium acnes (CA) und das Chemotherapeutikum Camptothecin (CPT) enthält. Diese Nanopartikel zerstören Tumore über einen dreigliedrigen Mechanismus: Bakterienkomponenten aktivieren das Immunsystem, CPT sorgt für eine lokalisierte Chemotherapie und GO erleichtert die photothermische Therapie.