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Apotheken bieten Selbsttests auf verschiedene Infektionen an

Wer sich selbst auf eine Infektion testen möchte, erhält in Apotheken verschiedene Tests. Seit kurzem dürfen Apotheken – nach einer Änderung der Medizinprodukte-Abgabeverordnung – auch Streptokokken-Tests abgeben, sofern diese vom Hersteller zur Anwendung durch Laien vorgesehen sind. Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer: „Je eher eine Infektionskrankheit bekannt ist, desto eher kann die ärztliche Behandlung beginnen. Die Apothekenteams beraten kompetent zu allen Selbsttests und welche Handlungsempfehlungen sich aus einem positiven oder negativen Testergebnis ergeben.“

Streptokokken sind Bakterien, die unter anderem für Scharlach-Infektionen verantwortlich sind. Als Probenmaterial für die Selbsttests dient ein Abstrich der Rachenschleimhaut. Scharlach tritt häufig bei Kindern auf. Er äußert sich zu Beginn eher unspezifisch und verursacht Kopf- oder Halsschmerzen und Fieber. Nach ein bis zwei Tagen tritt ein Hautausschlag auf. Typisch ist eine weiß belegte, später gerötete „Himbeerzunge“. Bei einem positiven Streptokokken-Selbsttests sollten Erkrankte einen Arzt oder eine Ärztin konsultieren. Dann können ggf. Antibiotika gegen die bakterielle Infektion verordnet werden. Gegen eine durch eine Virusinfektion ausgelöste Erkältung helfen Antibiotika hingegen nicht.