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analytica conference 2026: Von KI im Labor bis zum Opioid-Nachweis

Die analytica conference 2026 präsentiert vom 24. bis 26. März parallel zur Weltleitmesse analytica ein umfassendes Programm zur analytischen Chemie, Bioanalytik und Diagnostik. Unter dem Motto „Science meets industry“ erwarten die Besucher rund 190 Vorträge in 45 Sessions, Preisverleihungen und eine Posterschau. Die Teilnahme ist im analytica-Ticket enthalten.

Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) ziehen sich als zentrale Themen durch das Programm. Sessions wie „Digital analytical sciences“ (25. März, 09:30–11:30 Uhr) und „The next generation (analytical) laboratory“ (26. März, 09:30–11:30 Uhr) beleuchten den Weg zu autonomen Laboren. Weitere Vortragsreihen widmen sich dem Management wachsender Datenmengen, der Nutzung von Daten als „verborgenem Schatz“ (24. März, 12:30–14:30 Uhr), Use Cases in der Data Science (26. März, 12:30–14:30 Uhr) sowie Open Source und Datensicherheit (26. März, 15:00–17:00 Uhr). Hier gibt Niklas Beierl von Attacking-Lab Einblicke in Cyber-Sicherheit aus Hackersicht.

Im Bereich Lebensmittelanalytik zeigt die Session „Food analysis and science supported by AI and digital innovations“ (24. März, 09:30–11:30 Uhr) den Nutzen digitaler Zwillinge für Lebensmittel (Prof. Dr. Christian Krupitzer, Universität Hohenheim). Prof. Dr. Katharina Scherf (Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie) erläutert, wie Proteomics die Backqualität von Weizen vorhersagt. Weitere Themen reichen von Fettanalytik in archäologischen Speiseresten über Mikroplastik im Trinkwasser bis zur botanischen Herkunftsbestimmung von Honig. Dr. James Marshall (Mars) stellt in „Behind foodomics“ (24. März, 12:30–14:30 Uhr) Non-Target-Analytik vor, mit der unbekannte Inhaltsstoffe charakterisiert werden können.

Im Gesundheitsbereich stehen verfeinerte Analysemethoden für die Früherkennung im Fokus. Die klinische Massenspektrometrie unterstützt das Neugeborenenscreening (25. März, 12:30–14:30 Uhr), während Durchflusszytometrie präzise Blutkrebs-Diagnostik ermöglicht (26. März, 15:00–17:00 Uhr). Die ganztägige Session „Metabolomics/Lipidomics“ (26. März, 09:30–17:00 Uhr) beleuchtet Stoffwechselzusammenhänge, darunter den Link zwischen Metaboliten und Unfruchtbarkeit (Prof. Dr. Víctor González-Ruiz, Universität CEU-San Pablo, Madrid).

Besonders aktuell sind die Sessions der Gesellschaft für Toxikologische und Forensische Chemie (25. März, 09:30–17:00 Uhr): Sie behandeln den Nachweis tödlicher Insulin-Überdosierungen, die Opioid-Lage in Europa sowie Nitazene – Designer-Opioide, die bis zu 500-mal stärker als Morphin wirken.

Weitere Höhepunkte bilden Vorträge zu Chromatographie (24. März, 10:00–17:00 Uhr), Spektroskopie (26. März, 12:30–17:00 Uhr) sowie das grüne Labor der Zukunft (25. März, 15:00–17:00 Uhr).

Das Programm wurde von den Fachgesellschaften GDCh, GBM und DGKL gestaltet und verbindet wissenschaftliche Spitzenforschung mit praxisnahen Anwendungen. Ein detaillierter Kongressplaner ist unter gdch.de/analyticaconf2026 verfügbar. Die Konferenz findet im ICM direkt neben den Messehallen statt.

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