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Alzheimer-Studien mit oralem Semaglutid enttäuschen – Alzheimer-Gesellschaft fordert breitere Forschung

Die Alzheimer’s Association hat enttäuscht auf die Topline-Ergebnisse der Phase-3-Studien evoke und evoke+ reagiert: Das orale Diabetes-Medikament Semaglutid konnte in Tablettenform den Krankheitsverlauf bei frühem symptomatischen Alzheimer weder statistisch signifikant verlangsamen noch stoppen. An den beiden großen internationalen Studien nahmen über 3.800 Patienten im Alter von 55 bis 85 Jahren mit leichter kognitiver Beeinträchtigung oder milder Demenz (Stadium 3 und 4) teil.

Obwohl das Medikament in beiden Studien Alzheimer-relevante Biomarker verbesserte, schlug sich dies nicht in einer Verzögerung des klinischen Fortschreitens nieder. Die Alzheimer’s Association betont, dass auch negative Studienergebnisse wertvoll sind: Sie tragen zum Verständnis der Krankheit bei und helfen, zukünftige Studien besser zu gestalten.

Alzheimer-Studien mit oralem Semaglutid enttäuschen – Alzheimer-Gesellschaft fordert breitere Forschung. Credits: Unsplash
Alzheimer-Studien mit oralem Semaglutid enttäuschen – Alzheimer-Gesellschaft fordert breitere Forschung. Credits: Unsplash

Die Organisation bleibt optimistisch. Derzeit laufen 182 aktive klinische Studien mit 138 neuen Wirkstoffen. Experten gehen davon aus, dass eine wirksame Therapie künftig aus personalisierten Kombinationen mehrerer Ansätze bestehen wird. Die Alzheimer’s Association unterstützt solche innovativen Projekte unter anderem über ihr „Part the Cloud“-Programm und ruft Betroffene auf, mit ihrem Arzt über zugelassene Behandlungsmöglichkeiten und die Teilnahme an Studien zu sprechen.

Eine detaillierte Analyse der Daten wird im Dezember auf der Konferenz Clinical Trials in Alzheimer’s Disease (CTAD) erwartet.