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Neue Leitlinien für Borderline-Persönlichkeitsstörung veröffentlicht

Die American Psychiatric Association (APA) hat heute eine aktualisierte  Praxisleitlinie für die Behandlung von Patienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörung veröffentlicht . Die Leitlinie enthält Empfehlungen zur evidenzbasierten Beurteilung, Behandlungsplanung sowie zu psychosozialen Interventionen und pharmakotherapeutischen Behandlungen.

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung gehört zu den Persönlichkeitsstörungen und betrifft 1,4 bis 2,7 % der US-Bevölkerung. Sie beinhaltet ein Muster von Instabilität in persönlichen Beziehungen, intensiven Emotionen, einem schlechten Selbstbild und Impulsivität. Sie beginnt typischerweise in der Adoleszenz oder im frühen Erwachsenenalter und kann viele Jahre andauern. Trotz früherer Erkenntnisse über die Störung kann sie jedoch nachlassen und die Symptome können gelindert und behandelt werden.



Trotz der lebenslangen Belastung und der psychosozialen Beeinträchtigung, die mit der Borderline-Persönlichkeitsstörung einhergehen, sind evidenzbasierte Behandlungen oft nicht verfügbar und es bestehen weiterhin Fehleinschätzungen. Diese Leitlinie soll die Qualität der Versorgung von Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung verbessern, indem sie Klinikern Wissen und Verständnis für evidenzbasierte Beurteilung und Behandlung vermittelt.

Die Praxisleitlinie umfasst acht klinische Empfehlungen bzw. Vorschläge, je nach Grad der wissenschaftlichen Evidenz.