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Ärztetag in Leipzig: KI, GOÄ und Schwangerschaftsabbruch im Fokus

Der 129. Deutsche Ärztetag in Leipzig hat zentrale gesundheitspolitische Themen beraten. Rund 250 Delegierte aus allen Landesärztekammern diskutieren seit dem 27. Mai im Congress Center Leipzig über die Einführung von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Medizin, die Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) sowie aktuelle Positionen zum Schwangerschaftsabbruch.

Der Ärztetag sprach sich grundsätzlich für den Einsatz von KI im Gesundheitswesen aus, fordert jedoch verbindliche Standards für Datenschutz, Qualitätssicherung und ärztliche Verantwortung. Die Delegierten betonten, dass KI-Anwendungen evaluiert und validiert sein müssen. Zudem wurde die Notwendigkeit einer europäischen Unabhängigkeit bei der KI-Entwicklung hervorgehoben.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Reform der GOÄ. Die Ärzteschaft fordert eine zeitgemäße Anpassung der Gebührenordnung, um aktuellen medizinischen Standards und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen. Die Beratungen hierzu dauern an.

Beim Thema Schwangerschaftsabbruch diskutieren die Delegierten über die ärztlichen und ethischen Rahmenbedingungen sowie mögliche gesetzliche Anpassungen. Auch die Verwendung gendersensibler Sprache in der Satzung der Bundesärztekammer steht auf der Tagesordnung.

Der Ärztetag endet am 30. Mai. Bis dahin sollen weitere Beschlüsse zu gesundheitspolitischen und berufsethischen Fragen gefasst werden.