Eine neue Studie des Karolinska Institutet zeigt, dass die Sterblichkeitsrate bei Herzinsuffizienz in Schweden in den letzten 20 Jahren gesunken ist. Die Studie wurde im The European Journal of Heart Failure veröffentlicht.
Eine nationale Studie hat gezeigt, dass die Sterblichkeitsrate bei Herzinsuffizienz in Schweden in den letzten zwei Jahrzehnten zurückgegangen ist. Trotz dieser Verbesserungen ist die Prognose für Patienten mit Herzinsuffizienz nach wie vor besorgniserregend – 25 Prozent der im Jahr 2022 diagnostizierten Patienten starben innerhalb eines Jahres.
„Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Fortschritte bei der Behandlung der Herzinsuffizienz in den letzten Jahrzehnten die Sterblichkeitsrate bei Herzinsuffizienz sowohl auf Bevölkerungsebene als auch bei einzelnen Patienten verringert haben. Dies ist eine ermutigende Botschaft für die weitere Umsetzung bestehender Behandlungen, die immer noch zu wenig genutzt werden, sowie für die Entwicklung neuer Behandlungen“, sagt der Erstautor Gianluigi Savarese, außerordentlicher Professor für Kardiologie an der medizinischen Fakultät in Solna, Karolinska Institutet.
Die Studie zeigte, dass die Verbesserungen bei Patienten mit Herzinsuffizienz und eingeschränkter linksventrikulärer Funktion, für die in den letzten Jahrzehnten mehrere lebensverlängernde Behandlungen entwickelt wurden, deutlicher ausfielen. Bei Patienten mit Herzinsuffizienz und erhaltener linksventrikulärer Funktion, für die es nur wenige evidenzbasierte Behandlungsmöglichkeiten gibt, war die Verbesserung langsamer.
„Diese Ergebnisse zeigen, wie groß der Forschungsbedarf für neue Behandlungen für Patienten mit Herzinsuffizienz und erhaltener linksventrikulärer Funktion ist, die etwa die Hälfte der Herzinsuffizienz-Patienten ausmachen“, sagt der Erstautor der Studie, Felix Lindberg, Postdoktorand an der Medizinischen Fakultät in Solna, Karolinska Institutet, und fährt fort:
„Aber diese Studie gibt auch Hoffnung, dass die jüngsten Fortschritte in der Behandlung der Herzinsuffizienz die Lebensqualität und das Überleben von Herzinsuffizienzpatienten in Schweden weiter verbessern können.“
Zu den nächsten Forschungsschritten gehört die Nutzung des schwedischen Registers für Herzinsuffizienz, um proaktiv Patienten mit Herzinsuffizienz zu identifizieren, die eine intensivere Behandlung benötigen.
Die Studie wurde von der schwedischen Herz-Lungen-Stiftung finanziert, und den Forschern zufolge gab es keine Interessenkonflikte.
Veröffentlichung: „Trends in heart failure mortality in Sweden between 1997 and 2022“, Felix Lindberg, Lina Benson, Ulf Dahlström, Lars H Lund, Gianluigi Savarese, European Journal of Heart Failure, online October 28, 2024.
