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Organoid: Forscher entwickeln elektronische Haut

Auf der Grundlage gemeinsamer Forschungen mit Professor Jaehyuk Lim von der Fakultät für Maschinenbau der Jeonbuk National University hat Professor Youngu Lee von der Fakultät für Energiewissenschaft und -technik des Daegu Gyeongbuk Institute of Science & Technology (DGIST; Präsident Kunwoo Lee) erfolgreich einen hochempfindlichen Drucksensor für elektronische Haut entwickelt, der  dem Nervensystem des menschlichen Gehirns nachempfunden ist . Diese Technologie ist auf zukünftige Geräte anwendbar, darunter KI-basierte digitale Gesundheitsgeräte, und dürfte aufgrund ihrer Transparenz und physischen Flexibilität in verschiedenen Bereichen zum Einsatz kommen, beispielsweise bei transparenten Displays und tragbaren Geräten.

Drucksensoren sind Geräte, die eine leichte Veränderung oder Kraft erkennen und in Signale umwandeln. Sie werden in Smartphones und medizinischen Geräten verwendet, um Berührungen, Herzfrequenz und Muskelbewegungen zu erkennen. Ähnlich wie die menschliche Haut erkennt die auf Drucksensoren basierende elektronische Haut leichten Druck und wird daher in vielen verschiedenen Anwendungen eingesetzt, darunter tragbare Geräte, medizinische Überwachungsgeräte und Sensorsysteme für Roboter. Um elektronische Haut für praktischere Zwecke einzusetzen, ist es unerlässlich, über die einfache Druckerkennung hinauszugehen und eine höhere Empfindlichkeit, Transparenz und Flexibilität zu erreichen. In diesem Zusammenhang werden viele Studien durchgeführt, um die Leistung zu verbessern.

Supersensible elektronische Haut entwickelt vom Forschungsteam

Das von Professor Lee geleitete Forschungsteam entwickelte einen Drucksensor, der die Art und Weise nachahmt, wie das menschliche Gehirn Signale überträgt. Das Gehirn überträgt Signale auf komplexe und schnelle Weise, da Neuronen und Gliazellen zusammenarbeiten. Professor Lees Team schuf ein Netzwerk aus Nanopartikeln nach dem Vorbild dieser Struktur und entwarf einen Drucksensor, der auf leichten Druck reagiert.

Der in dieser Studie entwickelte Drucksensor ist nicht nur hochempfindlich, sondern auch hochtransparent und flexibel. Er kann leichte Veränderungen wie Herzfrequenz und Fingerbewegungen sowie den Druck von Wassertropfen erkennen. Darüber hinaus funktioniert er auch nach 10.000-maligem Gebrauch stabil und seine Leistung lässt selbst in heißen oder feuchten Umgebungen nicht nach.


Original Paper:

https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S138589472406666X?via%3Dihub