Antibiotikaresistente Bakterien bedrohen die Gesundheit weltweit. Dennoch sind in den letzten 50 Jahren nur wenige neue Antibiotika auf den Markt gekommen.
Die NTNU Technology Transfer AS der Norwegischen Universität für Wissenschaft und Technologie hat nun Mittel für die Entwicklung und Vermarktung eines neuen Medikaments erhalten, das helfen könnte.
Beim Testen von Medikamenten an Krebszellen entdeckten Professorin Marit Otterlei und ihre Gruppe durch Zufall, dass die von ihnen verwendeten Peptide auch das Wachstum von Bakterien hemmten. Peptide bestehen aus Aminosäuren, den Bausteinen aller lebenden Organismen. Schließlich entwickelten die Forscher Betatide. Es tötet Bakterien ab, verhindert die Entwicklung von Resistenzen, schädigt aber gesunde Zellen nicht.
Die Entwicklung neuer Antibiotika ist teuer und zeitaufwändig. Zudem gelten strenge Anforderungen an Tests und Dokumentation. Kein Pharmaunternehmen wird Medikamente herstellen, wenn es nicht sicher ist, ob das Produkt auch für das Geschäft von Nutzen ist.
Zunächst planen die Forscher die Behandlung von Lungeninfektionen, bevor sie ihr Augenmerk auf andere Infektionen ausweiten. Sie haben bereits mehrere erfolgreiche Studien an Tieren durchgeführt.
Auch Tests an den sechs resistentesten Krankheitserregern brachten sehr gute Ergebnisse.
