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ALS: Brain-Computer-Interface-Technologie mit Amazon Alexa

Ein ALS-Patient in den USA ist der erste Mensch weltweit, der Amazon Alexa über eine implantierbare Gehirn-Computer-Schnittstelle nutzt, um mit seiner Umgebung zu interagieren und sie zu steuern.

Synchron , das Unternehmen für Gehirn-Computer-Schnittstellen (BCI), gab dazu die erste Nutzung von Amazons Alexa durch einen der Patienten bekannt, dem die Gehirn-Computer-Schnittstelle von Synchron implantiert wurde.

„Die Möglichkeit, wichtige Aspekte meiner Umgebung zu verwalten und den Zugriff auf Unterhaltung zu kontrollieren, gibt mir die Unabhängigkeit zurück, die ich verliere.“, wird der Nutzer zitiert.

Mark, ein 64-jähriger Mann mit amyotropher Lateralsklerose (ALS), hat sein Smart Home erfolgreich mit seinen direkten Gedanken über die Funktion „Tap to Alexa“ auf seinem Amazon Fire-Tablet gesteuert. Mit dieser Funktion kann Mark die Synchron-Brain-Computer-Schnittstelle nutzen, um benutzerdefinierte Kacheln auszuwählen, die voreingestellte Alexa-Aktionen ausführen, wie z. B. das Ein- und Ausschalten von Lichtern, das Tätigen von Videoanrufen, das Abspielen von Musik und Shows, das Steuern von Smart-Home-Geräten, das Lesen von Büchern auf dem Kindle oder das Kaufen von Artikeln bei Amazon – und das alles ohne Hände und Stimme.

Die Integration der BCI-Technologie von Synchron mit den Funktionen von Alexa könnte es Benutzern ermöglichen, ihre Umgebung sowohl innerhalb als auch außerhalb ihres Zuhauses zu steuern, wodurch Alltagsroutinen leichter zugänglich werden und die Unabhängigkeit von Menschen mit schweren Lähmungen erhöht wird. Durch die Erprobung dieser Integration mit Alexa möchte Synchron die Möglichkeiten der intelligenten Hausautomatisierung erweitern und es Patienten ermöglichen, mit ihren Gedanken mit einer Vielzahl von Alexa-kompatiblen Geräten zu interagieren, von Lampen und Steckern bis hin zu Thermostaten und Kameras, ohne dass eine Stimme oder physische Interaktion mit einem Touchscreen erforderlich ist. Das BCI-System ist so konzipiert, dass es einfach zu bedienen und leicht zu erlernen ist. Diese Integration spiegelt Synchrons Engagement für patientenorientierte Innovationen in der Neurotechnologie wider.

Das Synchron BCI wird in einem minimalinvasiven endovaskulären Eingriff über die Jugularvene in das Blutgefäß an der Oberfläche des motorischen Kortex des Gehirns implantiert. Nach der Implantation ist es so konzipiert, dass es motorische Absichten des Gehirns erkennt und drahtlos überträgt. Damit soll es schwer gelähmten Menschen wieder möglich gemacht werden, persönliche Geräte freihändig per Point-and-Click zu steuern.

Weitere Informationen zum Synchron BCI und unserem Register finden Sie hier.