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Therapiehunde Hannibal und Flip ergänzen die Krebstherapie

Therapiehunde sind in der Krebstherapie für Kinder und Jugendliche eine sehr wirksame Ergänzung. Kontakt, Kuscheln und tierische Interaktion steigern das Wohlbefinden.  Forschende der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen haben in einer kürzlich im „World Journal of Pediatrics“ veröffentlichten Studie die therapeutische Wirksamkeit der Besuche der Labrador Retriever Hannibal und Flip nachgewiesen. Gefördert wird das Projekt von der Stiftung der Universitätsmedizin Essen.

Nur wenige kinderonkologische Kliniken setzen bislang diese sogenannten tiergestützten Aktivitäten in der stationären Therapie ein. Prof. Schündeln: „Die Vorbehalte wegen möglicher Infektionen waren zunächst groß.“ Um auszuschließen, dass durch Retriever Hannibal Infektionen übertragen werden, wurden sowohl die Patient:innen als auch Hannibal regelmäßig mikrobiologisch getestet. Das Resultat: Die Infektionen nahmen nicht zu.

Schündeln erläutert seinen therapeutischen Ansatz: „Die Überlebenschancen der Kinder mit Krebs sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Unser Ziel ist daher in der Zukunft auch, die langfristige Lebensqualität zu steigern. Der Einsatz von Therapiehunden hat gezeigt, dass dies ein vielversprechender Ansatz ist. Bei der Studie handelte es sich um eine Machbarkeitsstudie. Sie diente der Generierung von Hypothesen und der Vorbereitung weiterer Studien. Geplant ist eine deutlich umfangreichere, prospektive, randomisierte Studie mit einer Kontrollgruppe. Unser Ziel ist es, die Mechanismen des therapeutischen Effekts durch Therapiehunde besser zu verstehen und die Sicherheit der Intervention zu zeigen“.

In der aktuellen Studie haben die Wissenschaftler:innen mit sog. visuellen Analogskalen bei Patient:innen den Prä- und Post-Interventionsstress gemessen, ähnlich zu Smileyskalen zur Schmezmessung bei Kindern und Jugendlichen. In gleicher Form haben die Forschenden die Akzeptanz des Krankenhausaufenthaltes gemessen. Der Stress erwies sich nach der Intervention durch den Therapiehundbesuch als signifikant geringer als vorher und auch die Akzeptanz stellte sich bei einem Hundebesuch höher dar.