Johnson & Johnson habe Auris Health nach der Übernahme des Robotikunternehmens im Jahr 2019 nicht die nötigen Ressourcen zur Verfügung gestellt, um regulatorische Meilensteine zu erreichen, stellte der Richter fest.
Laut MedTech Dive entschied der Richter in Delaware Anfang September, dass J&J Auris Health nach der Übernahme im Jahr 2019 nicht die Mittel zur Verfügung gestellt habe, um Meilensteinzahlungen zu leisten.
Das Unternehmen habe gegen eine Fusionsvereinbarung aus dem Jahr 2019 zwischen dem Gesundheitsriesen und dem Unternehmen für chirurgische Robotik verstoßen.
J&J hatbe Auris nicht die Mittel zur Verfügung gestellt, um regulatorische Meilensteine zu erreichen – verbunden mit zusätzlichen Zahlungen in Höhe von über einer Milliarde Dollar – für sein Roboterchirurgiesystem iPlatform, so das Urteil des Delaware Court of Chancery. Der Richter entschied auch, dass J&J Auris betrügerisch daran gehindert habe, einen Meilenstein für seine Monarch-Plattform zu erreichen.
Infolgedessen schuldet J&J den ehemaligen Auris-Aktionären insgesamt etwa 1,01 Milliarden Dollar Schadenersatz. „ Wir sind mit der Entscheidung des Gerichts nicht einverstanden und beabsichtigen, Berufung einzulegen. Darin wird eine Klausel über ‚kommerziell angemessene Anstrengungen‘ verwendet, um eine kommerziell unangemessene Verpflichtung und ein Ergebnis aufzuerlegen, das im Widerspruch zu den Tatsachen steht“, sagte ein J&J-Sprecher in einer per E-Mail versandten Erklärung gegenüber MedTech Dive.
