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Opportunistische PSA-Tests führen in Europa zur Überdiagnose von Prostatakrebs

Forscher warnen, dass großflächige, opportunistische Tests auf prostataspezifisches Antigen (PSA) in ganz Europa zu einer Überdiagnose von Prostatakrebs beitragen könnten.

Ihre im BMJ veröffentlichten Erkenntnisse haben Auswirkungen auf Prostatakrebs-Screening-Programme und Initiativen wie den europäischen Plan zur Krebsbekämpfung.

Dieses EU-Projekt veröffentlichte vor Kurzem Empfehlungen des Rates der Europäischen Kommission, in denen eine schrittweise und gut geplante Umsetzung von Screening-Programmen für Prostatakrebs bei Männern unter 70 Jahren vorgeschlagen wird.

Die Forscher stellten fest, dass große Unterschiede bei der Häufigkeit von Prostatakrebs parallel zu den nationalen Trends bei PSA-Tests verliefen.

Demgegenüber ist ein leichterer und stetiger Rückgang der Todesfälle durch Prostatakrebs zu verzeichnen, was auf eine Überdiagnose von Krebs schließen lässt, bei der Tumore entdeckt werden, die im Laufe des Lebens des Betroffenen weder Symptome noch den Tod verursachen würden.

Eine Überdiagnose kann zu unnötigen Behandlungen führen, die Lebensqualität negativ beeinflussen und zu einer unnötigen Verschwendung von Gesundheitsressourcen führen.

https://www.bmj.com/content/386/bmj-2023-077738